Fußball
3:2 in Berlin: Reus rettet BVB Last-Minute

0:1, 0:0, 1:2, 1:1 - lange Zeit konnte Borussia Dortmund in der Liga in Berlin nicht mehr gewinnen. Hertha liefert sich mit dem Meisteranwärter einen packenden Schlagabtausch - dann beendete Marco Reus mit seinem Treffer in der Nachspielzeit die schwarze Serie.

Samstag, 16.03.2019, 21:53 Uhr aktualisiert: 16.03.2019, 22:02 Uhr
Dortmunds Jacob Bruun Larsen (l.) springt gegen Niklas Stark von Hertha BSC zum Ball.
Dortmunds Jacob Bruun Larsen (l.) springt gegen Niklas Stark von Hertha BSC zum Ball. Foto: Soeren Stache

Berlin (dpa) - Nach einem «verrückten Spiel» strahlte Lucien Favre, Matchwinner Marco Reus sparte mit Euphorie. «Ich glaube nicht, dass die Bayern am Sonntag Federn lassen», sagte der Siegtorschütze, fügte aber direkt an: «Es war wichtig, dass wir große Moral bewiesen haben.» Erst in der zweiten Minute der Nachspielzeit verhinderte Reus, dass Borussia Dortmund im Titelzweikampf mit dem FC Bayern zwei weitere Zähler einbüßt. «Es war spannend für alle. Am Ende haben wir verdient gewonnen, weil wir mehr Chancen hatten», sagte BVB-Coach Favre nach seiner erfolgreichen Rückkehr an alte Wirkungsstätte.

In einer hektischen Schlussphase sah der Berliner Vedad Ibisevic die Rote Karte (90.+4), weil er Dortmunds Torwart Roman Bürki den Ball an den Kopf warf. «Das war unnötig, wir entschuldigen uns für diese Unsportlichkeit», sagte Hertha-Trainer Pal Dardai im TV-Sender Sky. Der Last-Minute-K.o. sei «bitter für die Fans». Er selbst habe als Profi gelernt, Niederlagen wegzuschieben. Und so könne er auch noch am späten Samstagabend seinen 43. Geburtstag feiern.

Mit dem Sieg übernahm der BVB (60 Punkte) wieder die Tabellenführung, der FC Bayern (57) kann mit einem Sieg am Sonntag gegen Mainz aber erneut vorbeiziehen. Vor 74 649 Zuschauern im ausverkauften Berliner Olympiastadion waren die Gastgeber durch Treffer von Salomon Kalou (4. und 35./Handelfmeter) sogar zweimal in Führung gegangen. Thomas Delaney (14.) und Dan-Axel Zagadou (47.) schafften jeweils den Ausgleich - ehe Reus zuschlug. Herthas Jordan Torunarigha hatte zuvor die Gelb-Rote Karte gesehen (85.). Hertha ist mit 35 Punkten Zehnter.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6474168?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819389%2F
Nachrichten-Ticker