Kriminalität
Rentner in Krefeld erstochen: Nachbar gesteht die Tat

Ein 69-jähriger gehbehinderter Rentner liegt in Krefeld erstochen neben seinem umgestürzten Rollator. Nun hat ein Nachbar die Tat gestanden.

Freitag, 15.03.2019, 16:13 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 16:22 Uhr
Handschellen liegen auf einem Tisch.
Handschellen liegen auf einem Tisch. Foto: Armin Weigel

Krefeld (dpa/lnw) - Nach der Bluttat an einem gehbehinderten Rentner in Krefeld hat ein Nachbar die Tat gestanden. Gegen den 60-Jährigen sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, teilten die Ermittler am Freitag mit. Nachbarn hatten die Leiche des 69-Jährigen am Montag in dessen Erdgeschosswohnung entdeckt, als sie durch ein Fenster blickten. Der Rentner lag in einer Blutlache am Boden, neben ihm sein umgestürzter Rollator.

Das Opfer hatte vor seinem Tod 600 Euro von seinem Konto abgehoben, die wie sein gesamtes Portemonnaie verschwunden sind. Außerdem stießen die Ermittler auf Spuren eines Kampfes. Der Mann erlitt Stich- und Schnittwunden an Kopf und Händen.

Das Opfer war seit einer Verletzung im Dezember 2018 gehbehindert und war auf einen Rollator angewiesen. Der Rentner lebte zurückgezogen und wurde von Familienangehörigen versorgt.

Im Zuge der Ermittlungen war ein 60-jähriger Nachbar unter Verdacht geraten. Der 69-Jährige hatte ihm bereits im Dezember 2018 vorgeworfen, mehrere Hundert Euro aus seiner Wohnung gestohlen zu haben. Zudem stellten die Ermittler fest, dass der 60-Jährige Schulden und erhebliche Geldprobleme hat.

Zwei Zeuginnen hatten ihn zudem am Sonntag zur Tatzeit im Bereich des Hauses gesehen und Verdacht geschöpft. Bei einer ersten Befragung war den Mord-Ermittlern zudem eine Schnittverletzung am Daumen des 60-Jährigen aufgefallen.

Nach seiner Festnahme habe er, wie in seiner ersten Befragung, bestritten, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Erst nach Stunden habe er aufgegeben und die Tat gestanden.

Er habe das Opfer wegen des alten Streits zur Rede stellen wollen. Da er sich beschuldigt und bedroht gefühlt habe, sei er so in Wut geraten, dass er mit einem Messer mehrfach auf das Opfer eingestochen habe. Dabei habe er sich selbst an der Hand verletzt. Das Messer habe er in den Rhein geworfen.

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