Prozesse
Landgestüt Warendorf: Ex-Leitung zu Geldstrafen verurteilt

Warendorf (dpa/lnw) - Im Prozess gegen die ehemalige Leitung des NRW-Landgestüts hat das Amtsgericht Warendorf die drei Angeklagten am Freitag zu Geldstrafen verurteilt. Die frühere Leiterin des Vorzeige-Zuchtbetriebs muss demnach 6400 Euro, ihr Stellvertreter 5600 Euro und der einstige Hauptberittmeister des Hofs 3300 Euro zahlen, wie Amtsgerichtsdirektor Ralf Kruse mitteilte. Damit blieb das Gericht unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die drei hatten sich für Vorteilsnahme in mehreren Fällen zu verantworten.

Freitag, 22.02.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 17:12 Uhr
Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz.
Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck

Demnach ließen die drei Führungskräfte sich in den Jahren 2013 und 2014 zwei Luxusreisen nach Katar von einem dortigen Geschäftspartner des Landgestüts bezahlen. Zudem flossen Beraterhonorare aus dem arabischen Land an eine eigens von dem Ex-Führungstrio gegründete Firma. Dabei leiteten sie als offizielle Amtsträger Geschäfte in die Wege, rechneten aber privat ab, so das Gericht. Weitere Vorwürfe der Untreue waren im Laufe der Verhandlung eingestellt worden.

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