Soziales
NRW will Frauen besser vor Gewalt schützen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die NRW-Landesregierung will Frauen besser gegen sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat und Menschenhandel schützen. Angebotslücken im Hilfs- und Beratungsnetz der Städte und auf dem Land sollten mit eine wissenschaftlichen Studie identifiziert und geschlossen worden, kündigte NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Montag in Düsseldorf an. Die Untersuchung startet demnach im Februar.

Montag, 14.01.2019, 13:26 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 13:32 Uhr
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen.
Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung in Nordrhein-Westfalen. Foto: Christophe Gateau

Derzeit fördert die Landesregierung nach eigenen Angaben 62 Frauenhäuser, 58 allgemeine Frauenberatungsstellen sowie weitere 52 spezialisierte Anlaufpunkte - etwa gegen Gewalt und Zwangsheirat. Aus dem Landeshaushalt stehen für das gesamte Schutz- und Beratungsnetz rund zehn Millionen Euro bereit.

Bei der Studie befragt ein sozialwissenschaftliches Institut Gleichstellungsbeauftragte, Sozialdezernenten und Frauenhilfe-Einrichtungen online. Erfasst werden sollen Leistungsspektrum, Kapazität, Nachfrage sowie die Zugänglichkeit der Angebote. Mit Ergebnissen sei im Frühjahr 2020 zu rechnen, hieß es.

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