Kriminalität
Weitere Ermittlungen nach Razzia gegen Clankriminalität

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach der großen Razzia gegen Clankriminalität im Ruhrgebiet mit 14 Festnahmen gehen am Montag die Ermittlungen weiter. In Duisburg soll nach Angaben der Polizei im Laufe des Tages entschieden werden, ob in zwei Fällen Haftbefehl beantragt wird. Dort waren zwei Tatverdächtige wegen des Handelns mit Betäubungsmitteln festgenommen worden. Etliche Festnahmen erfolgten allerdings, um offene Haftbefehle zu vollstrecken, wie die Polizei Bochum mitteilte. Bei der Razzia seien demnach mehrere Personen aufgefallen, die Ersatzfreiheitsstrafen absitzen müssten.

Montag, 14.01.2019, 09:20 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 09:32 Uhr
Polizisten vor einer Shisha-Bar in Bochum.
Polizisten vor einer Shisha-Bar in Bochum. Foto: Bernd Thissen

Etwa 1300 Polizisten waren am Samstagabend zeitgleich unter anderem in Dortmund, Essen, Duisburg, Recklinghausen, Bochum und Gelsenkirchen im Einsatz. Insgesamt sind laut NRW-Innenministerium mehr als 1500 Menschen und über 100 Shisha-Bars, Wettbüros, Spielhallen und Diskotheken kontrolliert worden. Dabei wurden unter anderem mehr als Hundert Kilogramm unversteuerter Tabak und zehn Waffen beschlagnahmt. 25 Betriebe mussten von den Behörden wegen Baurechts- oder Hygienemängeln sofort geschlossen werden.

Laut NRW-Innenministerium handelte es sich um die größte Razzia gegen Clankriminalität in der Geschichte des Bundeslandes. Es gehe um den Verdacht der Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit.

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