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Tarifverhandlungen für Stahlindustrie vertagt

Düsseldorf (dpa) - Die Tarifverhandlungen für die nordwestdeutsche Stahlindustrie sind nach der ersten Runde am Donnerstag vertagt worden. Das teilten der Arbeitgeberverband Stahl und die IG Metall am Abend in Düsseldorf mit. Das Forderungspaket der Gewerkschaft sei «vollkommen überzogen», sagte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes, Andreas Goss. Er erwarte sehr schwierige Verhandlungen. Die zweite Gesprächsrunde soll am 23. Januar stattfinden. Die Friedenspflicht läuft Ende des Monats aus.

Freitag, 11.01.2019, 01:54 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 02:02 Uhr
Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG begutachtet im Stahlwerk ein Coil.
Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG begutachtet im Stahlwerk ein Coil. Foto: Jochen Lübke

Die Gespräche betreffen rund 72 000 Beschäftigte der Branche in NRW, Niedersachsen und Bremen. Die IG Metall ist unter anderem mit der Forderung nach sechs Prozent mehr Geld sowie der Einführung eines Urlaubsgelds von 1800 Euro in die Verhandlung gegangen.

Der Düsseldorfer Bezirksleiter der IG Metall und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Knut Giesler, hatte im Vorfeld die Forderungen mit der aktuell guten wirtschaftlichen Situation der Branche begründet. Erstmals seit vielen Jahren finde eine Stahl-Tarifrunde nicht im «Krisenmodus» statt, hatte er betont.

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