Jahreswechsel
Rund 96.000 Kilometer Stau in NRW: leichte Verbesserung

Düsseldorf -

Kleiner Lichtblick in der Stau-Bilanz Nordrhein-Westfalens: Zwischen Januar und November 2018 hat sich die Gesamtstaulänge auf den Autobahnen des Landes im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum um drei Prozent oder knapp 3078 Kilometer verringert. 

Mittwoch, 02.01.2019, 06:10 Uhr aktualisiert: 02.01.2019, 12:12 Uhr
Autos stauen sich auf der A3 vor dem Autobahnkreuz Kaiserberg.
Autos stauen sich auf der A3 vor dem Autobahnkreuz Kaiserberg. Foto: Roland Weihrauch

Die schlechte Nachricht: Insgesamt kamen in den ersten elf Monaten 2018 dennoch fast 96.000 Stau-Kilometer zusammen. Das geht aus Zahlen des Landesverkehrsministeriums hervor, die die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf ausgewertet hat.

Jedes Jahr gibt es in NRW zwischen 250 und 350 Baustellen, die den Verkehr auf den Autobahnen über einen längeren Zeitraum beeinträchtigen. Auch 2019 wird die Geduld der Autofahrer vielerorts auf eine harte Probe gestellt. Das betrifft vor allem Abschnitte auf der Autobahn 1. Ursache sind Arbeiten an mehreren maroden Brücken.

Die zehn NRW-Autobahnbaustellen mit dem höchsten Staurisiko 2019

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  • Baustellen auf zahlreichen Autobahnabschnitten in Nordrhein-Westfalen werden auch 2019 die Nerven von Pendlern und Reisenden strapazieren. Die größten Belastungsproben warten wieder auf diversen Strecken der Autobahn 1. Hier die Top 10 der NRW-Autobahnbaustellen mit höchstem Staurisiko:

    Foto: dpa
  • 1. A1 zwischen der Anschlussstelle Volmarstein und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna:

    Hier muss die Brücke Volmarstein ersetzt werden. Wegen räumlicher Zwänge kann der Verkehr in beiden Richtungen nur über jeweils zwei Streifen geführt werden. Zudem wird im Bereich Hengstey mit einer weiteren Brückenbaustelle begonnen.

    Foto: dpa
  • 2. A1 zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna und dem Autobahnkreuz Hagen:

    Mehrere Brücken-Baumaßnahmen werden hier in den nächsten Jahren zu Engpässen führen.

    Foto: dpa
  • 3. A1 zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen, dem Autobahnkreuz Leverkusen-West und dem Autobahnkreuz Köln-Nord:

    Auf der A1 zwischen den Kreuzen Leverkusen und Köln-Nord hindern in beiden Richtungen Lkw-Sperranlagen Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen daran, über die marode Brücke zu fahren. Neben diesem Nadelöhr führen im weiteren Streckenverlauf Ausbauten im Kreuz Köln-Nord zu Staus.

    Foto: dpa
  • 4. A40 zwischen den Anschlussstelle Duisburg-Homberg und der Anschlussstelle Duisburg-Häfen:

    Die Rheinbrücke Neuenkamp muss wegen Bauwerksschäden erneuert werden. Bis die neue Rheinbrücke fertig ist, muss die Zahl freigegebenen Fahrstreifen aus statischen Gründen reduziert werden. Auch hier ist seit November eine Lkw-Waage in Betrieb. Gewogen wird zunächst nur in Fahrrichtung Essen. Eine Anlage für die Fahrtrichtung Venlo soll im Frühjahr folgen. 

    Foto: dpa
  • 5. A42 zwischen Autobahnkreuz Duisburg-Nord und der Anschlussstelle Duisburg-Baerl:

    Auf der A42 wird schon seit 2015 an den Brücken gearbeitet. Wegen der hohen Verkehrsbelastung im Ruhrgebiet sind hier seitdem regelmäßig Staus zu beobachten. 

    Foto: dpa
  • 6. A43 zwischen der Anschlussstelle Recklinghausen-Herten und dem Autobahnkreuz Herne:

    Die A43 ist in dem Bereich nicht mehr ausreichend für das Verkehrsaufkommen gerüstet. Hier wird die Autobahn auf sechs Spuren ausgebaut.

    Foto: dpa
  • 7. A45 zwischen dem Westhofener Kreuz und der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord:

    Auf der Lennetalbrücke muss in Fahrtrichtung Süden ein Fahrstreifen reduziert werden, um die nötige Rettungsgasse zu gewährleisten. Daher wird auch 2019 in den Spitzenstunden mit großen Staulagen in beide Richtungen gerechnet.

    Foto: dpa
  • 8. A46 zwischen Haan-Ost und der Anschlussstelle Wuppertal-Barmen:

    Im gesamten Bereich werden Fahrbahnen und Brücken saniert. Wegen der hohen Verkehrsbelastung werden die Baumaßnahmen die Staulagen verschärfen.

    Foto: gap
  • 9. A52 zwischen der Anschlussstelle Essen-Rüttenscheid und dem Autobahndreieck Essen-Ost:

    Die A52 wird südlich des AD Essen-Ost komplett saniert. Auch hier werden 2019 erste Brückenbaumaßnahmen eingeleitet.

    Foto: dpa
  • 10. A565 zwischen der Anschlussstelle Bonn-Hardtberg und der Anschlussstelle Bonn-Beul:

    Im Bonner Stadtgebiet müssen Brücken modernisiert und die Strecke ausgebaut werden.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Die größten Engpässe sind deswegen zwischen der Anschlussstelle Volmarstein und dem Kreuz Dortmund/Unna zu erwarten sowie zwischen Dortmund/Unna und dem Kreuz Hagen. Das hat die Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf errechnet.

Auf Platz 3 folgt demnach das bekannte Nadelöhr rund um die marode Leverkusener Autobahnbrücke.

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2018 sei für das Bundesfernstraßennetz mit über 1,3 Milliarden Euro bereits eine Rekordsumme ausgegeben worden, teilte das Ministerium mit. Das Land unternehme viel, um stauträchtige Maßnahmen möglichst schnell abzuwickeln. An mehr als einem Drittel der jährlich 18.000 kurzfristig betriebenen Baustellen werde nachts gearbeitet. Eine neue Stabsstelle sorge für bessere Baustellen-Koordination in NRW.

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