Energie
Innogy kappt nach geplatztem SSE-Deal Jahresziele

Essen/London (dpa) - Nach den geplatzten Gesprächen über eine Vertriebsfusion in Großbritannien kürzt der Energiekonzern Innogy seine Jahresziele. Auch die Aktionäre müssen sich wohl auf Abstriche einstellen, wie das Unternehmen am Montag in Essen mitteilte. Vorbörslich brach die Aktie ein. Weil Innogy und der britische Versorger SSE ihre Gespräche abgebrochen haben, bleibt das britische Vertriebsgeschäft vorerst weiter bei den Essenern.

Montag, 17.12.2018, 09:11 Uhr aktualisiert: 17.12.2018, 09:22 Uhr
Energie: Innogy kappt nach geplatztem SSE-Deal Jahresziele
Foto: Rolf Vennenbernd

Der Konzern erwartet unter Einbeziehung von Npower nunmehr ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 2,6 Milliarden Euro und ein bereinigtes Nettoergebnis bei über 1 Milliarden Euro - in beiden Fällen sind das 0,1 Milliarden Euro weniger als bisher in Aussicht gestellt. Deshalb sei eine Dividende in Höhe des Vorjahres von 1,60 Euro mit der bisherigen Ausschüttungsquote nicht «darstellbar», erklärte Innogy.

Für Npower, das unter hohem Wettbewerb und zunehmender Regulierung leidet und das Innogy im dritten Quartal rund eine Dreiviertelmilliarde Euro an Abschreibungen einbrockte, prüfe der Vorstand nun weitere Handlungsoptionen.

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