Kirche
Ex-Priester trotz Missbrauch für Erzbistum tätig

Köln (dpa/lnw) - Das Erzbistum Köln hat einen früheren Geistlichen wegen Betruges angezeigt, der vor Jahren wegen sexuellen Missbrauchs aufgefallen sein soll. Der Mann aus Kamerun soll laut Mitteilung des Generalvikariats von Sonntag bereits 2013 wegen des Missbrauchs in seinem Heimatland aus dem Priesterstand entlassen worden sein. Dem Bistum soll er dann falsche und ungültige Dokumente vorgelegt haben und war damit vertretungsweise in der französischsprachigen Seelsorgestelle Köln-Bonn tätig geworden. Weitere Kenntnisse über die Hintergründe, die zur Entlassung aus dem Klerikerstand geführt hatten, liegen dem Bistum nach eigener Aussage nicht vor. Auch gebe es keine Hinweise auf mögliche Missbrauchsfälle in Deutschland.

Sonntag, 16.12.2018, 14:43 Uhr aktualisiert: 16.12.2018, 14:52 Uhr

Die französischsprachigen Gemeinden im Bereich des Beschuldigten seien über den Fall informiert worden, ebenso die vatikanische Glaubens- sowie die Bischofskongregation, teilte das Erzbistum weiter mit. So habe der emeritierte Bischof aus seiner Heimatstadt trotz Entlassung Empfehlungsschreiben für den Mann ausgestellt. Die Seelsorge-Abteilung, die ihn eingestellt hat, habe bereits Maßnahmen ergriffen, die sicherstellen sollen, dass sich beim Einsatz von Priestern anderer Diözesen ein solcher Fall nicht wiederholen könne.

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