Prozesse
Millionen hinterzogen: Anklage gegen Schwarzarbeit-Netzwerk

Wuppertal (dpa/lnw) - Nach monatelangen Ermittlungen gegen ein weit verzweigtes mutmaßliches Schwarzarbeit-Netzwerk hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal Anklage gegen fünf Männer und eine Frau erhoben. Sie sollen über Scheinfirmen Bauunternehmern Rechnungen für gar nicht erbrachte Leistungen ausgestellt haben. Die Unternehmer sollen die Rechnungen als Betriebsausgaben verbucht und so Steuern und Sozialabgaben in Millionenhöhe hinterzogen haben.

Samstag, 08.12.2018, 09:54 Uhr aktualisiert: 08.12.2018, 10:02 Uhr
Wie ein Scherenschnitt wirkt die Silhouette eines Arbeiters auf einer Baustelle.
Wie ein Scherenschnitt wirkt die Silhouette eines Arbeiters auf einer Baustelle. Foto: Boris_Roessler

Den Angeschuldigten werde unter anderem Steuerhinterziehung und Beihilfe zum Betrug vorgeworfen, sagte ein Sprecher des Wuppertaler Landgerichts. Dem 56 Jahre alten Hauptangeklagten würden 361 Taten angelastet. Bei einem weiteren Angeklagten seien es 349 Fälle. Das Gericht muss noch über die Zulassung der Anklage entscheiden.

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