Prozesse
Prozessauftakt: Opfer wegen Geld gequält und vergewaltigt

Köln (dpa/lnw) - Sie sollen ihr Opfer gefesselt, geschlagen, mit einer Bierflasche vergewaltigt und mit einem Tacker-Gerät gequält haben. Seit Freitag müssen sich drei Männern im Alter zwischen 28 und 49 Jahren vor dem Landgericht Köln wegen gefährlicher Körperverletzung, räuberischer Erpressung sowie Vergewaltigung verantworten.

Freitag, 16.11.2018, 13:32 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.11.2018, 13:27 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 16.11.2018, 13:32 Uhr
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia.
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann

Laut Staatsanwaltschaft hatte es zwischen den Angeklagten und dem Opfer Streit um 11 000 Euro gegeben. Die Angeklagten hätten den Mann überwältigt und auf einen Stuhl gefesselt. Ferner drohten sie, ihn zu vergewaltigen, die Tat zu filmen und die Aufnahmen im Internet zu veröffentlichen. Der Geschädigte bestritt in dem Streit, das Geld von einem der Angeklagten genommen zu haben. Danach soll es zu der Tat gekommen sein.

Dabei sollen die Angeklagten den Mann mit einem Tacker an Armen und Beinen gequält haben. Anschließend sollen sie ihn mit einer Bierflasche vergewaltigt haben. Aus Furcht vor weiteren Qualen, habe das Opfer schließlich seine Kreditkarte ausgehändigt und die PIN-Nummer mitgeteilt. Damit sollen die Angeklagten 1000 Euro abgehoben haben.

Die Angeklagten kündigten für den nächsten Prozesstag Aussagen an. Die Vernehmung des vermeintlichen Opfers wurde am Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt.     

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