Energie
Hambach: Gewerkschaft will Verständnis für RWE-Mitarbeiter

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Gewerkschaft IG BCE hat einen respektvolleren Umgang mit den Mitarbeitern des Energiekonzerns RWE gefordert. Im Ringen um den Hambacher Forst werde mit zweierlei Maß gemessen: «Aktionen von Waldschützern wird maximales Verständnis entgegengebracht, die Sorgen der Beschäftigten dagegen werden oft ausgeblendet», sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Michael Vassiliadis der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwoch). Die Mitarbeiter erlebten seit Jahren eine Bereitschaft zur Gewalt. In der Klimadebatte werde RWE behandelt, «als sei das Unternehmen ein Gegner der Gesellschaft», sagte Vassiliadis.

Dienstag, 23.10.2018, 19:32 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 23.10.2018, 19:17 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 23.10.2018, 19:32 Uhr

Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte Anfang Oktober einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst verfügt. Der Energiekonzern RWE wollte dort einen Großteil des verbliebenen Waldes abholzen, um Braunkohle zu fördern. Dagegen hatten die Waldbesetzer protestiert. In der Vergangenheit hatte es im Forst mehrfach gewaltsame Attacken auf RWE-Mitarbeiter und Polizisten gegeben.

Vassiliadis ist Mitglied der Kohlekommission, die sich am Mittwoch im Rheinischen Revier trifft.

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