Unfälle
Busunfall im Tessin: Gutachten angeordnet

Nach den schrecklichen Busunfall im Tessin kehren die Pilger aus Köln mit dem Zug zurück. Die Ursachenermittlung läuft. Unter den Verunglückten sind Schüler aus Brühl.

Montag, 15.10.2018, 15:42 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 15.10.2018, 15:29 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 15.10.2018, 15:42 Uhr
Unfälle: Busunfall im Tessin: Gutachten angeordnet
Foto: Gabriele Putzu

Sigirino/Köln (dpa) - Nach dem schweren Busunfall in der Schweiz hat ein Teil der verunglückten Pilgergruppe aus Köln am Montag die Rückreise nach Deutschland angetreten. Die Gruppe sei mit dem Zug unterwegs, sagte Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristik Verband RDA. Er hatte die Notfall-Koordination für das betroffene Bus-Unternehmen übernommen. Unter den 25 Insassen im Bus waren nach Angaben des Erzbistums Köln Schüler eines Gymnasiums in Brühl.

Ihr Reisebus war am Sonntag gegen 08.00 Uhr im Schweizer Kanton Tessin verunglückt. Eine 27-Jährige war dabei ums Leben gekommen. Der Bus war in den Pfeiler einer Verkehrsschildanlage gerast. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Sie ordnete ein technisches Gutachten an, wie ein Sprecher der Kantonspolizei sagte. Der Fahrer des Busses habe noch nicht befragt werden können. Er gehört zu den beiden Schwerverletzten. Mehrere weitere hatten leichtere Verletzungen davon getragen.

Der Bus war bei dem Aufprall im vorderen Bereich völlig zerstört worden. Die Frontscheibe war völlig herausgebrochen. Der Pfeiler bohrte sich bis weit hinter die Fahrerkabine in das Metall.

Die Reisegruppe war am Samstagabend in Köln gestartet und auf dem Weg nach Assisi in Italien. «In dem Bus befanden sich eine Schülergruppe aus dem Erzbischöflichen Gymnasium St. Ursula in Brühl und eine Gruppe aus dem katholischen Kirchenverband Kreuz-Köln-Nord, die auf dem Weg nach Assisi waren», teilte das Erzbistum Köln mit. Der Kölner Kardinal Rainer Woelki äußerte sich bestürzt. «Ich leide mit den Verletzten und all den anderen von diesem Unglück Betroffenen», erklärte Woelki in einer Mitteilung des Erzbistums.

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