Kriminalität
Rauschgift-Kriminalität auf Höchststand seit 20 Jahren

In Nordrhein-Westfalen ist die Drogenkriminalität in nahezu allen Bereichen gestiegen. Sorgen bereitet den Ermittlern vor allem der rasant wachsende Onlinehandel.

Samstag, 13.10.2018, 09:02 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 08:48 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 13.10.2018, 09:02 Uhr
Ein Mann «kocht» sich auf einem Löffel die Dosis für einen Schuss Heroin.
Ein Mann «kocht» sich auf einem Löffel die Dosis für einen Schuss Heroin. Foto: Boris Roessler

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Rauschgift-Kriminalität ist in Nordrhein-Westfalen auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Lagebild des Landeskriminalamts NRW zur Drogenkriminalität hervor. Demnach stieg die Gesamtzahl der Drogendelikte im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent auf 66 300.

Der Onlinehandel und Postversand von Drogen habe stark an Bedeutung gewonnen. 2017 sei die Zahl der Ermittlungsverfahren in diesem Bereich um 25 Prozent nach oben geschnellt auf 3061 Verfahren. Nordrhein-Westfalen habe sich zum «Logistikstandort» für den weltweiten Versand aller Arten von Drogen entwickelt.

Die Online-Bestellung von Drogen und die unauffällige Zustellung per Postversand breite sich nahezu unbehelligt in alle Bereiche der Gesellschaft aus. Dies werde die zukünftige Rauschgiftkriminalität bestimmen, heißt es in dem Bericht.

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