Prozesse
Schützenbruder stürzte in den Tod: Milderes Urteil

Neuss (dpa/lnw) - Nach dem tödlichen Ende der Siegesfeier eines Neusser Schützenvereins ist eine ursprünglich verhängte Strafe gegen einen 39-Jährigen vor Gericht reduziert worden. Der Mönchengladbacher wurde vom Amtsgericht Neuss nach einem Rechtsgespräch aller Beteiligten wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Seinem Einspruch gegen die Höhe des ursprünglich verhängten Strafbefehls in Höhe von 8400 Euro gab die Richterin jedoch statt. Nun muss er 5525 Euro zahlen und ist nicht vorbestraft.

Montag, 24.09.2018, 13:42 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 13:33 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 24.09.2018, 13:42 Uhr
Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch.
Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck

Nach seinem Sieg beim Vatertagsschießen 2017 war ein 37-jähriger Schützenbruder im Jubeltaumel mit einem Gabelstapler des Angeklagten in die Höhe gehoben worden. Dabei stürzte die Box, in der der Freund des 39-Jährigen stand, aus vier Metern Höhe zu Boden. Der Familienvater starb an seinen Verletzungen.

In der Urteilsbegründung hieß es, der 39-Jährige habe gegen seine Unfallverhütungsvorschrift verstoßen. Es sei verboten, Menschen mit Gabelstaplern zu transportieren. Zudem sei die Eurogitterbox nicht ordnungsgemäß auf den Gabeln befestigt gewesen. Die Richterin hielt dem Mönchengladbacher allerdings zugute, dass er sich geständig zeigte und bis heute unter dem Vorfall leide. Es tue ihm unendlich leid, dass der Sohn seines langjährigen Freundes ohne Vater aufwachsen müsse, erklärte der 39-Jährige.

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