Keine Kräfte für weitere Einsätze
Polizei zu Hambacher Forst: Bundesliga-Spiele absagen

Düsseldorf -

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat wegen des Dauereinsatzes von Polizisten im Hambacher Forst eine Absage von Bundesliga-Partien ins Spiel gebracht. Die Grenze der Belastbarkeit sei erreicht, teilte der Landesbezirk der GdP in NRW am Freitag mit. 

Freitag, 21.09.2018, 19:02 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 21.09.2018, 17:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 21.09.2018, 19:02 Uhr
Keine Kräfte für weitere Einsätze: Polizei zu Hambacher Forst: Bundesliga-Spiele absagen
Foto: Oliver Berg

Für weitere Einsätze stünden keine ausgeruhten Kräfte mehr zur Verfügung - und hinzu käme der Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in der kommenden Woche. «Wir müssen trotz Hambacher Forst und Erdogan-Besuch noch Reservekräfte zur Verfügung haben, falls es zu einem unvorhersehbaren dramatischen Ereignis kommen sollte», erklärte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Heiko Müller. «Notfalls müssen auch Fußballspiele abgesagt werden.»

Viele Beamte vor Ort

Im Hambacher Forst sind seit Tagen Polizisten im Einsatz. Die Räumung der dort besetzten Baumhäuser ist zwar seit Mittwoch ausgesetzt, dennoch sind weiterhin viele Beamte vor Ort.

Räumung im Hambacher Forst

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  • Mehrere Demonstranten stehen mit Transparenten und Schildern auf der Aktion „Trecker gegen Braunkohle“ von der Organisation „Campact“ vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Die Aktivisten protestieren vor der heutigen Sitzung der Kohlekommission gegen die Abholzung durch RWE im Hambacher Forst und fordern den sofortigen Kohleausstieg.

    Foto: Fabian Sommer
  • Mehrere Traktoren der Aktion „Trecker gegen Braunkohle“ von der Organisation „Campact“.

    Foto: Fabian Sommer
  • Polizisten stehen Aktivisten im Hambacher Forst gegenüber.

    Foto: Arnulf Stoffel
  • Eine Umweltaktivisten hängt unter einem Baumhaus am Seil.

    Foto: Oliver Berg
  • Hinter einem Protestkamp steht eine Braunhohlebagger.

    Foto: Oliver Berg
  • Polizisten begleiten nach der Räumung eines Baumhauses eine Aktivistin (2.v.r) aus einem Hubwagen.

    Foto: Oliver Berg
  • Ein Bagger gräbt im Hambacher Forst an einer Stelle, an der zuvor ein Baumhaus von Aktivisten geräumt und abgerissen wurde.

    Foto: Marcel Kusch
  • Teilnehmer einer Demonstration stehen im Hambacher Forst einer Reihe von Polizisten gegenüber. Mehrere tausend Menschen protestieren gegen die Rodung des Waldes.

    Foto: Henning Kaiser
  • Demonstrationen von mehreren tausend Braunkohlegegnern haben die weitere Räumung des Hambacher Forstes am Wochenende nicht stoppen können.

    Foto: Henning Kaiser
  • Teilnehmer einer Demonstration gegen die Rodung des Hambacher Forsts versuchen über einen Wall in den Wald zu kommen und werden von der Polizei gehalten.

    Foto: Christophe Gateau
  • Ein Teilnehmer einer Demonstration gegen die Rodung des Waldes wird von der Polizei am Hambacher Forst festgehalten, nachdem er versucht hat eine Polizeikette durchzubrechen.

    Foto: Henning Kaiser
  • Teilnehmer einer Demonstration tragen Baumsetzlinge die sie auf dem gerodeten Teil des Forstes anpflanzen wollen. Die Demonstranten konnten nur über Äcker und Wege am Rande des Waldes laufen.

    Foto: Henning Kaiser
  • Polizisten stehen nachts im Hambacher Forst.

    Foto: Christophe Gateau
  • Ein Bagger fährt durch den Hambacher Forst.

    Foto: Christophe Gateau
  • Teilnehmer einer Demonstration gegen die Räumung und die geplante Rodung des Hambacher Forstes, die vorbei an den Polizeiketten in den Hambacher Forst gekommen sind, halten in der Nähe des Baumhausdorfes «Oaktown» eine Kundgebung ab. Eine Demonstrantin zeigt ein Schild mit den Worten «Hambi bleibt!».

    Foto: Henning Kaiser
  • Polizisten verhindern das Eindringen von Demonstranten in das „Gefahrengebiet Hambacher Forst“, in dem die Räumung von Baumhäusern der Braunkohlegegner fortgesetzt wird.

    Foto: Jana Bauch
  • Feuerwehrleute sind an einer Hütte im Hambacher Forst im Einsatz. In der Hütte soll sich noch mindestens eine Person seit über 24 Stunden verschanzt haben.

    Foto: Christophe Gateau
  • Polizisten auf Pferden verhindern das Eindringen von Demonstranten.

    Foto: Henning Kaiser
  • Polizei und Demonstranten.

    Foto: Henning Kaiser
  • Aktivisten hängen an einer Anlage auf dem Gelände des Braunkohlekraftwerks Niederaußem. Mit ihrer Aktion wollen sie den Protest im Hambacher Forst unterstützen.

    Foto: Henning Kaiser
  • Ein Polizist steht im Hambacher Forst vor einem von Aktivisten gebauten Haus. Eine Nebelgranate ist vorher von Aktivisten geschmissen worden.

    Foto: Marcel Kusch
  • Ein dreibeiniger Hochsitz vor einem Baumhaus.

    Foto: Jana Bauch
  • Über Polizisten, die vor dem Hambacher Forst stehen, fliegt ein Motorgleitschirm.

    Foto: Jana Bauch
  • Eine Polizistin steht im Wald an einer Absperrung.

    Foto: Oliver Berg
  • Ein Räumpanzer der Polizei steht im Hambacher Forst.

    Foto: Marius Becker
  • Ein Umwelt Aktivist steht mit erhobener Faust im Wald.

    Foto: Oliver Berg
  • Eine Umweltaktivistin sitzt mit fixierten Händen auf einem Baumstamm.

    Foto: Christoph Reichwein
  • Ein Umweltaktivist sitzt auf einem Hochsitz im Hambacher Forst.

    Foto: Christoph Reichwein
  • Behörden wollen am Donnerstag mit Räumungen im Hambacher Forst beginnen.

    Foto: Marius Becker
  • Umweltaktivisten haben Barrikaden gebaut, um die Polizei aufzuhalten.

    Foto: Christophe Gateau
  • Die Aktivisten versuchen die Rodung des Hambacher Forsts durch den Energiekonzern RWE zu verhindern.

    Foto: Oliver Berg
  • Ein Räumfahrzeug entfernt eine Barrikade.

    Foto: Henning Kaiser
  • Aktivisten sitzen im Hambacher Forst auf einem Tripod und dahinter auf einem Pfahl.

    Foto: Henning Kaiser
  • Streit um Braunkohle: Polizeifahrzeuge stehen am Donnerstag in der Nähe von Morschenich am Tagebau Hambach.

    Foto: Henning Kaiser
  • Der Energiekonzern RWE will im Herbst mehr als die Hälfte des noch verbliebenen Waldstücks roden, um weiter Braunkohle baggern zu können.

    Foto: Christophe Gateau
  • Für die Polizei hat einer der größten Einsätze in der jüngeren NRW-Geschichte begonnen. Wasserwerfer und schweres Räumgerät sind im Einsatz.

    Foto: Oliver Berg
  • Mitarbeiter der zuständigen Stadt Kerpen informierten die Baumbesetzer per Lautsprecher über den Räumungsbeschluss und forderten sie auf, die Baumhäuser innerhalb von 30 Minuten zu verlassen. „Wenn sie dann nicht freiwillig runterkommen, dann werden wir mit Hilfe der Polizei die Baumhäuser räumen“, sagte ein Stadtsprecher.

    Foto: Marius Becker
  • Die Waldbesetzer kündigen gewaltlosen Widerstand an.

    Foto: Christophe Gateau

Foto macht auf Facebook die Runde

Via Facebook macht derzeit ein Foto des Social Media Teams des Polizeipräsidiums Aachen die Runde. Auf dem Bild ist ein Polizist von hinten zu sehen, der mit einer braunen Masse an Schultern und Helm beschmutzt ist. Dort heißt es: "Sogenannte 'Aktivisten' im Hambacher Forst haben einen unserer Kollegen mit einem Kübel Exkremente beworfen." Im Zusammenhang mit dem Vorwurf gegen die Aktivisten fordert die Jugendorganisation der Kreisgruppe Bielefeld der Gewerkschaft der Polizei vor Ort eine Kleiderkammer und die Möglichkeit zu duschen.

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