Energie
Hambacher Forst: Wasserwerfer löscht Brand

Kerpen (dpa/lnw) - Im Hambacher Forst haben Demonstranten am Mittwoch eine Sitzblockade mit etwa 40 bis 50 Leuten gebildet. Dies teilte die Polizei am Morgen mit. Im Laufe des Tages soll die Räumung des Waldes weitergehen. Zwischenfälle habe es in der Nacht nicht gegeben. Zwischenzeitlich hatte die Polizei einen für die Räumung bereitstehenden Wasserwerfer eingesetzt. Allerdings richtete sich der Einsatz nicht gegen die Demonstranten, sondern gegen ein Feuer.

Mittwoch, 19.09.2018, 09:02 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 08:55 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 19.09.2018, 09:02 Uhr

Im sogenannten Wiesencamp in der Nähe des Waldes war am Dienstag ein Stoppelfeld in Brand geraten. Das Feuer habe schnell gelöscht werden können, weil der Wasserwerfer die Löscharbeiten übernommen habe, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch. Die Feuerwehr machte nur noch Nachlöscharbeiten. Die Ursache für das Feuer ist unklar.

Mit dem umstrittenen Einsatz gegen die Baumhäuser von Umweltschützern und Braunkohlegegnern hatte die Polizei am vergangenen Donnerstag begonnen. 39 von 50 Baumhäusern waren nach Angaben der Polizei von Dienstag geräumt und mehr als 30 abgebaut worden. Der Einsatz sei friedlich verlaufen, hieß es.

Demonstranten protestieren im Hambacher Forst gegen das Vorhaben des Energiekonzerns RWE. Dieser will im Herbst weite Teile des Forstes abholzen, um weiter Braunkohle baggern zu können. Der Wald gilt als Symbol des Widerstands gegen die Kohle und die damit verbundene Klimabelastung.

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