Fußball
Höchste Niederlage für Ingolstadt: 0:6-Debakel in Bochum

Der FC Ingolstadt erlebt in der 2. Bundesliga einen ganz schwarzen Tag. Beim VfL Bochum liegen die Oberbayern schnell 0:3 zurück, gehen am Ende 0:6 unter. Ein ehemaliger Ingolstädter genießt einen großen Fußball-Nachmittag.

Sonntag, 16.09.2018, 16:02 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 15:47 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 16:02 Uhr
Bochums Torschütze Lukas Hinterseer (l.) bejubelt das Tor zum 4:0 mit Bochums Jan Gyamerah.
Bochums Torschütze Lukas Hinterseer (l.) bejubelt das Tor zum 4:0 mit Bochums Jan Gyamerah. Foto: Guido Kirchner

Ingolstadt (dpa/lby) - Der FC Ingolstadt hat in der 2. Fußball-Bundesliga die höchste Niederlage seiner Vereinsgeschichte kassiert. Die Oberbayern gingen am Sonntag mit 0:6 (0:5) beim Aufstiegskandidaten VfL Bochum unter. Vor 14 341 Zuschauern war der frühere FCI-Profi Lukas Hinterseer mit drei Treffern der herausragende Akteur gegen seinen desolaten Ex-Club. Der Österreicher verwandelte zwei Foulelfmeter (4./66. Minute) und traf einmal aus dem Spiel heraus (62.). Robbie Kruse (14.), Tom Weilandt (19.) und Anthony Losilla (79.) erzielten die weiteren VfL-Tore. In der Tabelle verbesserte sich der VfL auf Rang zwei, Ingolstadt rutschte auf Platz 13 ab.

Die bis zum Sonntag höchsten Niederlagen gab es in der Saison 2008/09. Damals verloren die Ingolstädter zweimal mit 1:6 - einmal gegen die SpVgg Greuther Fürth und einmal gegen den MSV Duisburg. In der Fußball-Bundesliga hatten die Oberbayern auch keine höhere Niederlage hinnehmen müssen.

Coach Stefan Leitl, der kurzfristig auf die angeschlagenen Dario Lezcano und Tobias Schröck verzichten musste, hatte seinen Spielern für die jüngsten Trainingsleistungen eine «1» als Note gegeben. Doch davon war in Bochum überhaupt nichts zu sehen. Nach dem schnellen 0:3-Rückstand war das Spiel schon gelaufen, nach der Gelb-Roten Karte für Lucas Galvao (57.) war das Debakel erst recht nicht mehr zu verhindern. Art und Weise des Auftritts werfen schon früh in der Saison viele Fragen auf.

Gegen einen Angstgegner, gegen den schon die letzten drei Partien zuvor allesamt verloren wurden, gab es von Beginn an eine Lehrstunde - und jede Menge Defensivschwächen. FCI-Abwehrmann Galvao kam gegen Tom Weilandt zu spät und verschuldete den frühen Strafstoß. Hinterseer, von 2014 bis 2017 in Ingolstadt unter Vertrag, verwandelte zur Führung. Nur eine Minute später landete ein Kopfball von Hinterseer am Pfosten - fast ein Doppelschlag.

Lange dauerte es trotzdem nicht bis zum 0:2. Kruse traf gegen die desolaten Gäste aus der Distanz, Ingolstadts Keeper Marco Knaller sah bei dem Aufsetzer nicht gut aus. Und es kam schnell schlimmer. Über Kruse und Hinterseer kam der Ball zu Weilandt, der per Direktschuss traf. Nach einem Disput mit dem vierten Offiziellen musste FCI-Sportdirektor Angelo Vier auf die Tribüne. Das passte an diesem Tag ins Bild.

Ingolstadt kam taktisch umgestellt und konzentrierter aus der Kabine. Trotzdem hätte Robert Tesche fast auf 4:0 erhöht (53.), im Gegenzug fehlte Charlison Benschop nicht viel zum Anschluss (54.). Aber das war's auch von den Gästen, die sich nach Gelb-Rot für Galvao ergaben.

Hinterseer netzte nach feiner Flanke von Kruse zum 4:0 ein, nach seinem zweiten verwandelten Strafstoß hieß es 5:0. Kapitän Losilla machte das halbe Dutzend voll.

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