Zu Fuß zur Schule
Kinderschützer wollen Elterntaxis ausrangieren

Berlin (dpa) - Elterntaxi stehenlassen. Unter diesem Motto werben das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verkehrsclub Deutschland ab Montag für andere Wege zur Schule. Denn mit der steigenden Zahl der Mama- und Papa-Chauffeure nimmt das Risiko von Staus und Unfällen vor Schulen zu. 

Sonntag, 16.09.2018, 15:07 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 11:27 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 15:07 Uhr
Schulkinder steigen in ein privates Fahrzeug.
Schulkinder steigen in ein privates Fahrzeug. Foto: Ralf Hirschberger

Erst am vergangenen Mittwoch fuhr ein Auto vor einer Grundschule im ostwestfälischen Gütersloh einem neunjährigen Mädchen über den Fuß - und brauste danach davon. Die eigenen Kinder waren zuvor vom Elterntaxi wohlbehalten abgesetzt worden.

Ob nun zu Fuß, mit dem Roller oder auf dem Fahrrad - bis zum 28. September wollen bundesweit 60 000 Kinder aus mehr als 2000 Schulklassen an den Aktionstagen der Verbände bewusst ohne Elterntaxi zur Schule kommen, teilten die Organisatoren mit. Neben Bewegung und Umweltschutz gehe es vor allem auch um mehr Eigenständigkeit für Kinder, sagt Claudia Neumann für das Kinderhilfswerk. Denn eine Selbstverständlichkeit sei der eigene Weg zur Schule schon lange nicht mehr. „Nach jüngsten Umfragen fahren 20 Prozent der Eltern ihre Kinder“, ergänzt Naumann. Das seien rund doppelt so viele wie früher.

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