Prozesse
Auf Polizisten zugerast: Mann vor Gericht

Ein Auto rast bei einer Verkehrskontrolle auf einen Polizisten zu - nur mit einem Sprung zur Seite kann sich der Beamte retten. Jetzt ist der Fahrer angeklagt. Er hat keinen Führerschein und soll absichtlich auf den Beamten zugefahren sein. Die Anklage: versuchter Mord.

Montag, 30.10.2017, 02:04 Uhr

Krefeld (dpa/lnw) - Wegen versuchten Mordes an einem Polizisten steht ein 21-Jähriger von heute an in Krefeld vor Gericht. Der Angeklagte soll am 21. Februar 2017 in Willich mit dem Auto auf den Beamten zugerast sein, um einer Verkehrkontrolle zu entgehen. Der Grund: Er hatte keinen Führerschein. In letzter Sekunde habe sich der Polizist, der auf der Fahrbahn stand, durch einen Sprung retten können, heißt es in der Anklage. Dem jungen Autofahrer sei bewusst gewesen, dass der Beamte hätte verletzt oder gar getötet werden können.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-Jährigen unter anderem versuchten Mord vor in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Er war zuvor bereits beim Fahren ohne Führerschein erwischt worden. Dem Angeklagten wird auch Drogenhandel vorgeworfen. Zwei weitere Verhandlungstage sind geplant.

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