Prozesse
Mit Solarbetrug 120 000 Euro ergaunert: Bewährungsstrafe

Detmold (dpa/lnw) - Wegen gewerbsmäßigen Betrugs hat das Amtsgericht Detmold am Freitag einen Elektriker verurteilt. Er soll mit manipulierten Solaranlagen über 120 000 Euro Einspeisevergütung ergaunert haben. Der Mann sei mit erheblicher krimineller Energie vorgegangen, stellte der Richter fest. Er verurteilte ihn zu einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten.

Freitag, 27.10.2017, 13:48 Uhr

Solarzellen auf dem Dach eines Wohnhauses.
Solarzellen auf dem Dach eines Wohnhauses. Foto: Bernd Thissen

Der 37 Jahre alte Inhaber eines Elektro-Unternehmens hatte an zwei von ihm betriebenen Solaranlagen im lippischen Horn-Bad Meinberg Stromeinspeisungen in das Netz vorgetäuscht. Auf diesem Weg strich er zu Unrecht Einspeisevergütungen in Höhe von rund 100 000 Euro ein. Eine in Paderborn installierte Solaranlage hatte der Mann im März 2015 dann nach Detmold gebracht und dort von den Stadtwerken die Einspeisevergütung erhalten. Am Jahresende rechnete er den Betrieb in Paderborn dann aber zusätzlich mit etwa 22 000 Euro ab.

Das Gericht hielt dem geständigen Angeklagten zugute, dass der größte Teil der Schadensumme vom Netzbetreiber bereits mit tatsächlich eingespeistem Strom verrechnet wurde.

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