Bahnhofstraße Gronau
Einbrecher scheitern an Fensterfront von Juwelierladen

Gronau -

(Aktualisiert: 11.45 Uhr) Um drei Uhr nachts schlugen sie zu. Doch den geplanten Einbruch in ein Juweliergeschäft in Gronau haben sich die Täter wohl anders vorgestellt.

Montag, 23.10.2017, 08:55 Uhr

Bahnhofstraße Gronau: Einbrecher scheitern an Fensterfront von Juwelierladen
Der Einbruch in diesen Juwelierladen in der Gronauer Innenstadt scheiterte in der Nacht zu Montag. Foto: Polizei

Schon wieder ist die Bahnhofstraße in Gronau zum Einsatzort für die Polizei geworden. In der Nacht zu Montag fuhren dort unbekannte Täter mit einem Auto mehrfach gegen die Fensterfront eines Juwelierladens, konnten aber nicht in den Laden gelangen. 

Sie ließen den demolierten Wagen stehen und flüchteten nach Polizeiangaben zunächst zu Fuß vom Tatort. Bei dem Fahrzeug handelt es sich nach Angabe der Polizei um einen Skoda Fabia, an den ein gestohlenes, polnisches Kennzeichen angebracht war. 

Direkt kurz nach dem gescheiterten Einbruchsversuch sahen Augenzeugen einen Kleinwagen - vermutlich ein schwarzer VW-Golf, der mit hoher Geschwindigkeit Richtung Grenze fuhr. Möglicherweise waren die Täter in dieses Fahrzeug umgestiegen. Die Polizei sucht nun nach den flüchtigen Unbekannten. Auch die niederländische Polizei wurde informiert und in die Fahndung nach den Tätern mit einbezogen.

Der dreiste Einbruchversuch ist am frühen Montagmorgen in der Gronauer Innenstadt Stadtgespräch. “Heftig“ nennt Reinhard Schenk das, was in der Nacht geschehen ist. Er hat den Vorfall von einem Balkon in der Nähe aus beobachtet. „Die sind vier mal mit einem Auto rückwärts in die Fassade gefahren“, sagt er. „Die“, das waren nach seinen Beobachtungen vier jüngere Leute, alle vermummt. „Die sahen aus, wie in einem James-Bond-Film.“

Bei dem Auto habe es sich um ein dunkles Fahrzeug mit polnischem Kennzeichen gehandelt. Die Täter hätten zwar auch kurz miteinander gesprochen, in welcher Sprache das geschehen sei, habe er aber nicht verstehen können. „Das ging alles rasend schnell.“ Das knallende Geräusches des auf die Fassade prallenden Fahrzeuges habe sich auf das gesamte Gebäude übertragen.

Als der Einbruch-Versuch scheiterte, „stiegen die vier aus dem Auto aus und rannten zu Fuß an der Dinkel entlang weg“, so Schenk weiter. Im Bereich des Christian-Eberle-Platzes hätten sie dann ein weiteres Fahrzeug bestiegen und seien davongefahren. Das Tatfahrzeug blieb an der schwer beschädigten Fassade des Juweliergeschäftes zurück und wurde von der Polizei sichergestellt.

Die Spurensicherung beendete um 6.30 Uhr ihre Arbeit am Tatort. In unmittelbarer Nähe des Juwelierladens bargen Taucher in der Dinkel einen Vorschlaghammer, ein Brecheisen sowie einen weiteren Hammer.

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