Volksfest „Sim-Jü“
Stinkbomben-Streich endet mit Großeinsatz im Festzelt

Werne -

Ein Scherz löst einen ABC-Großeinsatz auf dem Volksfest „Sim-Jü“ in Werne aus: Vermutet wird Buttersäure in einem Bayern-Festzelt mit 400 Besuchern. Doch es war nur eine Stinkbombe.

Sonntag, 22.10.2017, 11:49 Uhr

Blaulicht einer Feuerwehr.
Übler Geruch und eine zerstörte Ampulle haben einen Großeinsatz der Feuerwehr bei der Kirmes ausgelöst. Das Zelt wurde geräumt, einige der etwa 400 Festbesucher klagten über Übelkeit. Foto: dpa

Ein Stinkbomben-Alarm hat am Samstagabend in einem Festzelt auf dem Volksfest „Sim-Jü“ in Werne (Kreis Unna) zu einem Großeinsatz von rund 100 Rettungskräften geführt. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Zügen zum ABC-Einsatz an. Weil sich in dem Zelt mit etwa 400 Besuchern ein extremer Geruch breit gemacht habe, war zunächst Buttersäure als Auslöser vermutet worden. Die Säure reizt Augen und Atemwege und wird als ätzend eingestuft.

Feuerwehrleute fanden eine zerstörte Glasampulle mit Resten eines unbekannten Inhalts. Es habe sich offenbar um eine gesundheitlich unbedenkliche, wenn auch in ihrer Wirkung unangenehme Stinkbombe gehandelt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag auf Anfrage.

Das Zelt war geräumt worden. Mehrere Gäste hatten über Übelkeit geklagt. Zwei Mitarbeiter einer Wachgesellschaft wurden im Krankenhaus untersucht. Das Festzelt wurde gereinigt und wieder freigegeben. Hinweise auf einen Verursacher des Gestanks gab es zunächst nicht.Der Simon-Juda-Markt in Werne, „Sim-Jü“ genannt, ist ein großes Volksfest, das laut Polizei am Samstag rund 35.000 Menschen besucht hatten.

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