Stahl
6500 Stahlarbeiter fordern in Brüssel besseren Job-Schutz

Brüssel/Düsseldorf (dpa) - Rund 6500 Stahlarbeiter aus Nordrhein-Westfalen haben sich in Brüssel an einer Kundgebung für die Zukunft ihrer Arbeitsplätze beteiligt. Anlässlich des Europäischen Stahl-Aktionstages demonstrierten nach Polizeiangaben insgesamt etwa 15 000 Beschäftigte aus ganz Europa unter anderem gegen Billig-Importe und forderten mehr Unterstützung durch die EU.

Mittwoch, 09.11.2016, 13:06 Uhr

Eine Mitarbeiterin der Salzgitter AG am Stahl-Aktionstag.
Eine Mitarbeiterin der Salzgitter AG am Stahl-Aktionstag. Foto: Sebastian Gollnow

«Wir sind hier, um der Europäischen Union zu zeigen, dass sie eine Aufgabe hat - sie muss die europäische Stahlindustrie schützen», sagte der Bundesvorsitzende der IG Metall , Jörg Hoffmann . Die Gewerkschaft gehörte zu den Initiatoren der Demonstration. Europäische Produzenten stehen wegen der weltweiten Überkapazitäten unter Druck. Sie können zudem oft mit den niedrigen Preisen der Konkurrenten etwa aus China nicht mithalten.

Auch von der Bundesregierung gab es Unterstützung für die Metaller. «Wenn die Stahlindustrie wegbricht, geht nicht nur Werkstoffkompetenz verloren, sondern es wären ganze Wertschöpfungsketten in Gefahr», sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) im Vorfeld der Veranstaltung laut Mitteilung. Man müsse gemeinsam in der EU aktiv werden, um die Wettbewerbsfähigkeit und die damit verbundenen Tausenden Arbeitsplätze der Stahlindustrie in Europa zu sichern.

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