Handel
Essener Pharmagroßhändler übernimmt Familienunternehmen

Würzburg (dpa/lby) - Fusion im Pharmagroßhandel: Der Essener Händler Noweda übernimmt das fränkische Familienunternehmen Ebert + Jacobi. Wie eine Sprecherin am Firmensitz in Würzburg sagte, wird die Firma zum 1. Januar Teil der Noweda-Genossenschaft. Ebert + Jacobi habe aktiv einen Partner gesucht, um die Standorte des Unternehmens und die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter langfristig sichern zu können, hieß es. Der Großhandel für Apotheken sei ein besonders wettbewerbsintensiver Markt. Über den Preis, den die Inhaberfamilie für das Unternehmen erhält, wurde Stillschweigen vereinbart.

Dienstag, 08.11.2016, 16:52 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 08.11.2016, 16:43 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 08.11.2016, 16:52 Uhr
Eine Mitarbeiterin von Noweda sucht bestellte Arzneimittel.
Eine Mitarbeiterin von Noweda sucht bestellte Arzneimittel. Foto: Hendrik Schmidt

Für die Mitarbeiter von Ebert + Jacobi soll sich durch die Fusion nicht viel ändern. Kündigungen seien nicht vorgesehen. Auch der Geschäftsführer bleibt im Amt. Die Liefergebiete von Noweda und den Würzburgern ergänzten sich, sagte die Sprecherin. Das fränkische Unternehmen beliefert nach eigenen Angaben rund 2000 Apotheken vor allem in  Süddeutschland . Es beschäftigt 600 Mitarbeiter und setzte zuletzt rund 750 Millionen Euro um. Noweda ist mit rund 5,5 Milliarden Euro Umsatz einer der größten Pharmagroßhändler in  Deutschland . Die Firma gehört als Genossenschaft rund 8700 deutschen Apothekern. Die Fusion benötigt noch die Zustimmung des Bundeskartellamts.

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