Verkehr
Umweltschützer: Rheinbrücken-Neubauplan «blauäugig»

Düsseldorf/Leverkusen (dpa/lnw) - Beim Neubau der maroden Leverkusener Rheinbrücke an der A1 hält Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) die Risiken durch eine alte Giftmülldeponie für beherrschbar. Man nutze eine Reihe technischer Maßnahmen, damit bei den Bauarbeiten keine schädlichen Stoffe nach außen treten könnten. Zudem werde es ständig Messungen geben, schrieb Groschek in seiner Antwort auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Klaus Voussem. Am Donnerstag beschäftigte sich der Verkehrsausschuss des Landtags mit dem Thema.

Donnerstag, 03.11.2016, 15:06 Uhr

Die Autobahnbrücke der A1 überspannt den Rhein bei Leverkusen.
Die Autobahnbrücke der A1 überspannt den Rhein bei Leverkusen. Foto: Henning Kaiser

Die Arbeiten für die neue, dringend benötigte Brücke sollen im kommenden Jahr beginnen. Teile des Brückenfundaments sollen dabei auf dem Areal einer ehemaligen Giftmülldeponie erreichtet werden.

Naturschützer kritisierten Groscheks Pläne. «Die Aussagen sind blauäugig», sagte BUND NRW-Pressesprecher Dirk Jansen am Donnerstag. Der Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Deponie berge kaum abschätzbare Gefahren.

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