Prozesse
Prozess nach tödlicher «Cold-Water-Challenge» im September

Bocholt/Isselburg (dpa/lnw) - Mehr als ein Jahr nach einem tödlich verlaufenen Video-Dreh für die Internetaktion «Cold-Water-Challenge» müssen sich zwei Männer vor Gericht verantworten. Die Verhandlung gegen die beiden wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung Angeklagten beginnt am 25. September, wie das Amtsgericht Bocholt am Mittwoch auf Anfrage mitteilte.

Mittwoch, 12.08.2015, 13:52 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.08.2015, 13:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.08.2015, 13:52 Uhr
Der tragische Unfall soll im September verhandelt werden.
Der tragische Unfall soll im September verhandelt werden. Foto: Bernd Thissen

In Isselburg im Kreis Borken war im Juli 2014 ein junger Familienvater bei der vermeintlichen Jux-Aktion gestorben. Ein Kegelclub hatte filmen wollen, wie ein Teleskoplader kaltes Wasser über einer Gruppe an einem Biertisch ausgießt. Mit 1800 Litern war die Schaufel aber überladen. Der Lader kippte vornüber auf die Kegelgesellschaft. Der 34-Jährige wurde erschlagen, weitere Männer verletzten sich. Die Anklage richtet sich gegen den Inhaber des Radladers und den Fahrer. Sie sollen Sicherheitsbestimmungen missachtet haben.

Wegen eines Personalwechsels hatte sich der Prozessauftakt nach der Anklageerhebung im Februar verzögert. Am ersten Verhandlungstag sollen ein Sachverständiger und zahlreiche Zeugen aussagen. Ein weiterer Prozesstag ist für den 2. Oktober terminiert.

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