Finanzen
Zahlreiche Schulen planen Pflichtstunden nicht ein

Wenn Kinder früher aus der Schule kommen als es der Stundenplan vorsieht, klagen genervte Eltern über Unterrichtsausfall. Die Dimension des Problems ist aber viel größer: An den meisten Gymnasien und Realschulen werden gar nicht alle Pflichtstunden eingeplant.

Mittwoch, 12.08.2015, 13:42 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.08.2015, 13:31 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.08.2015, 13:42 Uhr
Pflichtstunden werden häufig nicht vollständig eingeplant.
Pflichtstunden werden häufig nicht vollständig eingeplant. Foto: Caroline Seidel

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Landesrechnungshof hat massive Unterrichtslücken an nordrhein-westfälischen Gymnasien und Realschulen aufgedeckt. In den weitaus meisten Schulen würde vorgeschriebene Stunden in der Sekundarstufe I von vornherein nicht im Stundenplan angeboten. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht hervor, den Rechnungshofpräsidentin Brigitte Mandt am Mittwoch in Düsseldorf vorstellte.

Der LRH hatte die Stundenpläne aller 508 öffentlichen Gymnasien und der 507 Realschulen über sechs Jahre überprüft. Dabei gehe es nicht um den Ausfall von Unterricht, der im Stundenplan vorgesehen war, erläuterte Mandt. Vielmehr seien die vorgeschriebenen Stunden nicht einmal eingeplant worden. Das sei in 67 Prozent der Gymnasien und 76 Prozent der Realschulen der Fall.

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