Schulen
Verkehrsminister: Kinder sollten möglichst zu Fuß zur Schule gehen

Mit dem Schulbeginn kämpfen wieder viele Eltern um einen Halteplatz direkt vor der Schule. Autos, die Gehwege blockieren, gefährden aber Kinder. Deshalb der Appell: Kinder sollten möglichst zu Fuß gehen. Die Landesverkehrswacht setzt sich für «Elternhaltestellen» ein.

Mittwoch, 12.08.2015, 11:12 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.08.2015, 11:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.08.2015, 11:12 Uhr
Michael Groschek, NRW-Verkehrsminister.
Michael Groschek, NRW-Verkehrsminister. Foto: Federico Gambarini

Düsseldorf (dpa/lnw) - NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) hat zum Schulanfang an die Eltern appelliert, Kinder möglichst zu Fuß zum Unterricht gehen zu lassen. «Die morgendliche Verkehrssituation vor vielen Schulen ist nicht mehr akzeptabel», erklärte Groschek am Mittwoch in Düsseldorf. «Es scheint, als wollten einige Eltern ihre Kinder möglichst bis ins Schulgebäude chauffieren. Dabei gefährden sie gerade die Kinder, die zu Fuß zur Schule kommen.» Wer nicht auf das Auto verzichten könne, sollte nicht direkt vor die Schule fahren, sondern sein Kind an einer sicheren Stelle in einem großen Abstand zur Schule absetzen.

Die Landesverkehrswacht hält das Einrichten von «Elternhaltestellen» im Schulumfeld für eine geeignete Maßnahme. «An einigen Schulen in NRW wurden bereits Hol- und Bringzonen eingerichtet, um den Eltern eine sichere Anlaufstation zu bieten», erklärte Präsident Jürgen Brauckmann. An diesen Schulen habe sich die Verkehrssituation vor Unterrichtsbeginn deutlich entspannt. Die Verkehrswachten würden sich daher in Zukunft verstärkt dafür einsetzen, dass Schulen mit Polizei und Straßenverkehrsbehörden «Elternhaltestellen» ausweisen. Aber auch ohne Hol- und Bringzone sollten Eltern ihre Kinder nicht direkt vor der Schule absetzen, um andere Schüler nicht zu gefährden.

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