Energie
Eon-Chef kritisiert Energiepaket der Bundesregierung

Düsseldorf (dpa) - Eon-Chef Johannes Teyssen reichen die aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung zur Gestaltung des Energiemarktes nicht. «Das Energiepaket der Bundesregierung bringt zwar einige Fortschritte für die nächsten Jahre, aber ein verlässlicher Rahmen für die Zukunft der Energieversorgung und die Umsetzung der Energiewende ist es nicht», kritisierte der Manager am Mittwoch in der Pressemitteilung zum Halbjahresbericht des größten deutschen Energiekonzerns. Nach wie vor fehle ein klares Regelwerk, mit dem etwa Gaskraftwerke für ihre Leistung zur Versorgungssicherheit eine längerfristige wirtschaftliche Perspektive bekämen.

Mittwoch, 12.08.2015, 08:40 Uhr

Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von Eon.
Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von Eon. Foto: Rolf Vennenbernd

Anfang Juli hatte sich die Bundesregierung auf ein milliardenschweres neues Energie- und Klimapaket verständigt. Es sieht unter anderem vor, eine Kapazitätsreserve aufzubauen. Dabei sollen Betreiber von konventionellen Kraftwerken dafür belohnt werden, dass sie anders als Solar- und Windanlagen jederzeit eine gesicherte Stromleistung (Kapazität) anbieten können. Mit Regelungen zur Absicherung der Stromversorgung seien Großbritannien , Frankreich , Italien und Belgien viel weiter, sagte Teyssen .

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