Urteile
Ministerium kritisiert Stadt Dortmund nach Sperrbezirk-Urteil

Dortmund (dpa/lnw) - Mit Kritik an der Stadt Dortmund hat das nordrhein-westfälische Ministerium für Emanzipation auf das OVG-Urteil zum flächendeckenden Sperrbezirk reagiert. «Sperrbezirk überall, das ist keine Lösung. Unabhängig davon, ob man die rechtlichen Erwägungen des Gerichts teilt - eine dauerhafte Verbannung der Straßenprostitution kann nicht gelingen. Prostitution lässt sich nicht verbieten, auch Straßenprostitution nicht», sagte Ministeriumssprecher Christoph Meinerz der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag auf Anfrage. Das Oberverwaltungsgericht in Münster hatte zuvor ein seit 2011 geltendes Verbot von Straßenprostitution in ganz Dortmund bestätigt.

Dienstag, 11.08.2015, 17:34 Uhr

Notwendig sei ein Gesamtkonzept, in dem auch Straßenprostitution ihren Platz habe, denn Prostitution brauche Orte. «Alles andere treibe Menschen in die Illegalität und völlige Schutzlosigkeit», sagte Meinerz weiter.

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