Energie
RWE hält sich Aufspaltung nach Eon-Vorbild weiter offen

Essen (dpa) - Der zweitgrößte deutsche Versorger RWE hält sich auch nach dem nun beschlossenen Umbau eine Aufspaltung nach dem Vorbild der großen Rivalen Eon offen. Diese Option könne der Konzern «zu jedem Moment» ziehen, falls sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschärfen sollten, sagte Vorstandschef Peter Terium am Montag vor Journalisten. Er betonte zugleich, dass er RWE als Ganzes erhalten wolle. «Eine Abspaltung ist nicht wünschenswert.»

Montag, 10.08.2015, 18:13 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 10.08.2015, 18:05 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 10.08.2015, 18:13 Uhr
RWE strafft wegen wegbrechender Gewinne seine Firmenstruktur.
RWE strafft wegen wegbrechender Gewinne seine Firmenstruktur. Foto: Roland Weihrauch

Der vom Aufsichtsrat beschlossene Umbau sieht unter anderem vor, die Zahl der Teilgesellschaften zu reduzieren und die operative Führung stärker in die Zentrale zu holen. Als eigenständige Gesellschaften sollen neben der Erzeugungssparte auch die Handelstochter Supply & Trading und der Ökostrombereich Innogy erhalten bleiben. Sie könnten dann zusammen abgespalten werden, sagte Terium .

Konkurrent Eon hatte bereits Ende 2014 angekündigt, angesichts wegbrechender Gewinne die konventionelle Stromerzeugung aus Kohle-, Gas-, Atom- und Wasserkraftwerken abspalten zu wollen. Stattdessen will sich der Konzern künftig auf Vertrieb, Netze und Ökostrom konzentrieren.

RWE-Chef Terium deutete nun an, dass er im Falle einer Aufspaltung des Konzerns auch den wachsenden Ökostrombereich mit abtrennen könnte. Dies könne notwendig sein, um der Kraftwerkssparte auch künftig einen hohen Geldzufluss (Cashflow) zu garantieren.

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