Chorkonzert in St. Martinus
Ein inspirierendes Erlebnis

Nottuln -

Eine inspirierende Reise durch die Welt der Musik vom Barock bis in die Gegenwart boten am Sonntagnachmittag der Chorus Cantemus, Kammerchor Appelhülsen, und die St.-Joseph-Lerchen aus Dülmen. Die musikalische Leitung des Konzertes lag in den Händen von Kantor Thomas Drees.

Montag, 27.01.2014, 20:44 Uhr

Mit einem ganz exquisiten Chorkonzert wurden am Sonntagnachmittag die vielen Liebhaber feinster Gesangskunst in der St.- Martinus-Kirche verwöhnt. Der Chorus Cantemus, Kammerchor Appelhülsen , sowie der Kinderchor St.-Joseph-Lerchen aus Dülmen unter der versierten Leitung von Thomas Drees nahmen das Publikum mit auf eine inspirierende Reise vom Barock bis in die Gegenwart.

Für die instrumentale Unterstützung waren am Klavier Matthias Schütz sowie an der Blockflöte Helga Höfer gewonnen worden. Sie boten den Sängerinnen und Sängern einen sehr farbenreichen Grund, auf dem die Stimmen glänzen konnten.

Den Anfang machten die St.-Joseph-Lerchen mit einem bunten Strauß sakraler Lieder. Die zweistimmigen Gesänge konnten bei solch guter Ausführung begeistern, zeigte der junge Chor doch ein unglaublich hohes gesangliches Niveau. Feinste Stimmgruppentrennung und gute Intonation sind bei der sehr detailgenauen Arbeit von Thomas Drees ja selbstverständlich, sein Qualitätsbewusstsein und seine künstlerischen Qualitäten hat er in die Arbeit mit diesem Chor einfließen lassen. So gelangen bei „Singt das Lied der Lieder“ und „Song of a young Prophet“ sehr lebendige und mitreißende Interpretationen.

Als Beispiel hoher Gesangskunst erklang danach „Lobe den Herren“ von Hugo Distler, bei dem der Chorus Cantemus seine Qualitäten aufzeigte. Klar und deutlich verfolgte man die Melodieführung bei der fünfstimmigen Choralmotette, konnte sich der sehr gut aufgelegte Chor ganz der starken Glaubensaussage jenseits des reinen Notentextes widmen. Auch beim innigen „Ave Maria op. 47 Nr.3“ von Franz Wüllner wurde das Publikum tief bewegt.

Eine innige Ergänzung zum rein vokalen Teil bot das „Grazioso“ für Blockflöte und Cembalo aus der „Sonate G-Dur“ des italienischen Komponisten Giovanni Battista Sammartini. Hier musizierten Helga Höfer und Thomas Drees auf ganz inspirierendem Niveau, verbreiteten mediterranes Lebensgefühl im gesamten Kirchenraum und zeigten die Schönheit der Melodie in perfektem Spiel auf.

Zusammen mit den Männern des Chorus Cantemus sangen die St.-Joseph-Lerchen ein sehr differenziert ausgeführtes „Gott und Vater“ von Otto Groll, wobei sich die Stimmen in ihren Klangfarben wunderbar mischten. Die Frauen des Chorus Cantemus ließen mit feinster Gesangskunst das innige „Laudate pueri op. 39 Nr. 2“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy erklingen, auch bei dessen „Jauchzet dem Herren alle Welt op. 96 Nr. 2“ erklang die innige Glaubensaussage in ein exquisites Gewand gekleidet.

Am Ende waren die Mitwirkenden beider Chöre vereint beim „Magnifikat“ aus Taizé. Als wahre Lehrstunde des Chorgesangs erlebte das begeisterte Publikum das grandiose Finale „The Lord bless you and keep you“ aus der Feder von John Rutter. Ein wirklich inspirierendes Musikerlebnis.

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