Kreis Coesfeld
Bezahlbare Wohnungen als politischer Schwerpunkt

Kreis Coesfeld. „Der Markt wird es nicht richten“, so die Aussage des SPD-Unterbezirksvorsitzenden und Landtagsabgeordneten André Stinka wenn es um das Thema Wohnen im Kreis Coesfeld geht.

Freitag, 11.01.2019, 18:58 Uhr aktualisiert: 12.01.2019, 08:00 Uhr

Die SPD im Kreis Coesfeld diskutierte in der ersten Sitzung des Vorstandes zum Jahresauftakt intensiv, was gegen knappen bezahlbaren Wohnraum im Kreis Coesfeld unternommen werden kann. Für die SPD sei klar, dass mehr passieren muss als bisher, teilen die Sozialdemokraten mit. Sie plädieren auch für den Eingriff des Staates.

In diesem Zusammenhang unterstützen sie die Forderung der SPD-Bundestagsabgeordneten aus NRW nach einer Grundsteuer C, die Bodenspekulationen verhindern soll. Gleichzeitig bleiben sie bei ihrer Forderung, einer Wohnungsbaugesellschaft in der Hand des Kreises.

Alle SPD-Ortsvereine im Kreis Coesfeld werden das Jahr 2019 nutzen, um auf den dringend notwendigen Bau von bezahlbaren Mietwohnungen hinzuwirken. „Dieser politische Schwerpunkt ist gerade vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel im Kreis Coesfeld eine zentrale Zukunftsfrage“, so Johannes Waldmann, stellvertretender Unterbezirksvorsitzender aus Ascheberg, in der Mitteilung.

Darüber hinaus wollen sich die Genossen aus dem Kreis auch im Jahr 2019 in die Bundespolitik einmischen. „Wir begrüßen ausdrücklich den Vorstoß von Thomas Kutschaty, ein neues Verständnis des Sozialstaates zu etablieren. Dieses muss sich am Grundsatz der Leistungsgerechtigkeit orientieren“, sagt Stinka. „Arbeitslosigkeit darf nicht weiter als individuelles Versagen verstanden werden. Die Arbeitende Mitte soll dabei nicht bevormundet werden und vor marodierenden Banken und Steuerhinterziehern geschützt werden.“

Mit der Europawahl am 26. Mai 2019 stehe für die SPD eine richtungsweisende Wahl an. „Die SPD ist und bleibt die Europapartei in Deutschland“, so Stinka. „Wir stehen für ein solidarisches und soziales Europa. Entschlossen werden wir die europäischen Werte gegen die rechten Rattenfänger verteidigen.“ Die Antwort der SPD auf die Herausforderungen der Globalisierung laute: „Europa gemeinsam gestalten und nicht spalten“, sagt Stinka.

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