Kreis Coesfeld
Ankommen und hierbleiben

Coesfeld. Berthold Mühlenkamp identifiziert sich mit „Onboarding“. Das Gegenteil hat er am eigenen Leib erfahren. Für ein Coesfelder Unternehmen war er überwiegend im süddeutschen Raum tätig, wechselte dann seinen Arbeitgeber und ging nach Warendorf. Er sei in den Job hineingeschupst worden und meint: „Eine Willkommenskultur fehlte.“

Mittwoch, 26.09.2018, 09:16 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 25.09.2018, 21:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 26.09.2018, 09:16 Uhr
Kreis Coesfeld: Ankommen und hierbleiben
Sein Wohlfühlland ist für den selbstständigen Coach aus Billerbeck, Berthold Mühlenkamp (2. v. r. am Tisch), das Münsterland. Rund 120 Teilnehmer kamen zur Regionalkonferenz, in der die Projekte für die „Marke Münsterland“ vorgestellt wurden. Foto hlm Foto: az

Mit dem Projekt „onboarding@muensterland“ als Serviceleistung für Neuankömmlinge soll sich das ändern.

So erfährt er mit weiteren rund 120 Teilnehmern in der Regionalkonferenz „Marke Münsterland“ im Coesfelder WBK, zu der der Kreis Coesfeld und Münsterland e. V. eingeladen haben. Die ersten Leit-Projekte für die „Markenbildung“ des Münsterlandes wurden vorgestellt und diskutiert.

Es geht um eine der wichtigsten Ressourcen im 21. Jahrhundert: Fachkräfte. Ankommen, Wohlfühlen und Hierbleiben sollen nachhaltig positiv prägende Bilder mit dem Namen Münsterland assoziieren. Weg vom Image „langweiliges Land“, oder wie es Dr. Mark Lönnies (Christohorus-Kliniken) ausdrückt: „Hier ist die Welt noch Ordnung – Das muss greifbar werden“. Landrat Dr. Schulze Pellengahr fordert auf, das Kirchturmdenken abzulegen und sich zusammen auf den Weg zu einer Region zu machen. Ein Ziel, das in seinen Augen einen „langen Atem braucht“. Klaus Ehling (Münsterland e.V.) sieht in den angrenzenden Regionen eher Kooperation.

Eine universitäre Einrichtung kann dabei ein Herdfeuer sein, um junge Menschen ins Münsterland zu locken. Die ausgebildeten Fach- und Führungskräfte zu halten, braucht eine „Wohlfühlatmosphäre“ durch Aufzeigen und Verstärken der weichen Standortfaktoren.

Damit sich das „Hierbleiben“ nicht auf eine Gastrolle beschränkt, will die Fachhochschule Münsterland mit dem Projekt „münster.land.leben“ das Leben im ländlichen Raum attraktiver machen.

„Es lebt sich einfach schön hier“, meint Mühlenkamp, der am Fuße des Klosters Gerleve mit seiner Familie wohnt.

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