800 Tonnen Salz lagern noch beim Kreis-Bauhof / 190 Kilometer Straßen und Radwege zu streuen
Gut gerüstet für den Winter

Kreis Coesfeld. Andreas Tanger verfolgt akribisch die Wetteraussichten. „Bis um zwei Uhr sollen die Temperaturen auf null Grad runter gehen“, sagt der Kreis-Bauhof-Chef. „Der Boden hat aber noch über zwei Grad.“ Er überlegt kurz, dann folgert er: „Das geht noch. Die Straßen werden voraussichtlich halbwegs trocken sein. Aber es kann glatt werden – immer. Insbesondere auf Brücken.“

Dienstag, 08.11.2016, 18:13 Uhr

800 Tonnen Salz lagern noch beim Kreis-Bauhof / 190 Kilometer Straßen und Radwege zu streuen : Gut gerüstet für den Winter
Andreas Tanger, Leiter des Kreis-Bauhofs, vorm Salzberg. Foto: az

Plötzlicher Kälteeinbruch, vielleicht bald Schnee – und das im November. Der Kreis-Bauhof steht parat und ist gut gerüstet. 800 Tonnen Salz türmen sich noch im Lager in Dülmen-Buldern. Der Riesenhaufen sieht aus wie Sand und stammt noch vom vorigen Winter – der ja so gut wie gar nicht eingebrochen war. „Bis Ende der Woche sollen weitere 150 Tonnen eintreffen“, sagt Kreis-Sprecher Christoph Hüsing. Das reicht fürs Erste.

Der Kreis ist im Winter vorwiegend auf den eigenen Straßen – also auf den Kreisstraßen – unterwegs, um Salz zu streuen: 170 Kilometer Straßen und 20 Kilometer Radwege stehen für die 31 Mitarbeiter auf dem Plan. Neun Streufahrzeuge können zum Einsatz kommen. Für die restlichen Verkehrswege sind Straßen NRW und die Kommunen zuständig.

„Als Streugut benutzen wir Feuchtsalz“, sagt Tanger. Der entscheidende Vorteil: „Das nasse Salz bleibt dort liegen, wo wir streuen“, erklärt er. Herkömmliches Material verwehe ja recht schnell – besonders, wenn Lkws darüber brausen.

Das Nasssalz bleibe liegen und sei von daher effizienter einsetzbar – der Kreis spare etwa 30 Prozent ein. „Das ist wiederum gut für die Umwelt“, sagt Tanger. Ob der Vorrat von 950 Tonnen Salz ausreicht? „Das kommt auf den Winter an“, sagt Tanger. „Im letzten Winter benötigten wir nur 360 Tonnen, aber es gab auch schon Jahre, da streuten wir 1600 Tonnen.“

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