Bewerbung als Modellkommune – Entscheidung soll heute bekannt gegeben werden
Kreis wartet gespannt auf Ergebnis

Kreis Coesfeld (vth). Der Kreis Coesfeld wartet gespannt daruf, ob er zu den Modellkommunen gehört, die vom Land ausgewählt werden. Am heutigen Freitag soll die Entscheidung fallen, am Vormittag will NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart die ausgewählten Kommunen bekanntgeben. Beworben hat sich eine ganze Reihe an Städten und Gemeinden aus NRW. Die ausgewählten Kommunen sollen wissenschaftlich begleitet Öffnungen unter bestimmten Auflagen ausprobieren können. Negative Tests der Kunden und Besucher sind dabei eine Voraussetzungen.

Donnerstag, 08.04.2021, 21:00 Uhr
Bewerbung als Modellkommune – Entscheidung soll heute bekannt gegeben werden: Kreis wartet gespannt auf Ergebnis
Hoffen, dass der Kreis Coesfeld dabei ist, der sich als Modellkommune mit seinen elf Städten und Gemeinden beworben hat: Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (l.) und Kreisdirektor Dr. Linus Tepe. Foto: az

Der Kreis Coesfeld hat sich zusammen mit den elf Städten und Gemeinden beworben. „Einzelne Städte oder Gemeinden aus dem Kreis haben sich nicht noch extra beworben“, sagt Hartmut Levermann von der Pressestelle des Kreises. Im Gegenteil, es sollen bei dem Konzept auch Nachbarkommunen einbezogen werden, um zum Beispiel keinen „Einkaufstourismus“ bei Öffnungen zu provozieren.

In ihrer Bewerbung haben die Bürgermeister und Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr vor allem drei Kernbereiche herausgearbeitet, in denen man sich Lockerungen vorstellen kann.

„Wir fokussieren uns auf die Bereiche Kultur, Sport und Außengastronomie. Hier können wir, wenn das Land es genehmigt, für alle Altersgruppen etwas tun“, fasst Schulze Pellengahr die diskutierten Öffnungsoptionen zusammen. Ob beispielsweise die Eröffnung der Freilichtbühnen in Billerbeck und Coesfeld, die Nutzung des Jugendzentrums in Nordkirchen oder die Öffnung „Unser Leohaus“ in Olfen – all dies und noch mehr können sich die Kommunen im Bereich Kultur vorstellen. Für den Sport liege der Fokus auf der Öffnung der Schwimm- und Freibäder in Billerbeck, Dülmen, Lüdinghausen und Nottuln. Aber auch eine Öffnung des Reha-Sports ist für die Kommunalverantwortlichen vorstellbar.

Als dritten Schwerpunkt wollen die Kommunen die Öffnung der (Außen-)Gastronomie in der Modellphase testen.

„Wir wollen eine gewisse Normalität zurück in die Region bringen. Die Menschen wünschen sich eine solche Rückkehr zu liebgewonnenen Gewohnheiten und Freizeitmöglichkeiten“, begrüßt Bürgermeistersprecher Wilhelm Sendermann die gemeinsame Initiative.

Wesentliche Voraussetzungen, um Öffnungen zu ermöglichen, sind zum einen das Vorliegen eines tagesaktuellen negativen Schnelltests der Kunden, zum anderen aber eine digitale Nachverfolgungsmöglichkeit. Die Rahmenparameter hat der Kreis dafür in den letzten Wochen und Monaten mit verschiedenen Partnern geschaffen: im Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld wird die Software Sormars erfolgreich eingesetzt. Die IT-Infrastruktur im Gesundheitsamt wurde deutlich verbessert. Hier möchte der Kreis gerne modellhaft auch den Datenaustausch zwischen mit den benachbarten Gesundheitsämtern wie Münster oder Warendorf eingehender fördern und begleiten lassen. Zudem besteht auch die Möglichkeit, digitale Nachverfolgung über die Luca-App oder andere vergleichbare Lösungen zu gewährleisten. Auch die Anbieter von Schnelltests im Kreisgebiet, insbesondere das Deutsche Rote Kreuz, setzen auf die Digitalisierung.

„Das Land hat klare Abbruchmeilensteine definiert, vor allem bei deutlich steigenden Inzidenzen oder diffusem Infektionsgeschehen“, erläutert Kreisdirektor Dr. Linus Tepe. Dieses werde man weiter engmaschig beobachten. „Infektionsschutz und Öffnungsstrategie müssen im Einklang stehen.“

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