IBP hilft Betroffenen als dritter Träger neben Caritas und Awo
Suchtberatung mit neuen Konzepten

Kreis Coesfeld. Die Suchtberatung im Kreis Coesfeld ist neu organisiert: nach einem Ausschreibungsverfahren des Kreises sind die Interkulturellen Begegnungsprojekte e.V. (IBP) als dritter Anbieter im Kreis Coesfeld mit dabei. Die IBP haben in Coesfeld eine Suchtberatungsstelle an der Kuchenstraße eingerichtet. Der Caritasverband hat in Coesfeld und Dülmen keine Suchtberatungsstellen mehr, dafür aber in Lüdinghausen (Bahnhofstraße 24). Die Arbeiterwohlfahr (Awo) bleibt wie bisher mit ihrem Angebot an der Bahnhofstraße 24 in Dülmen.

Samstag, 16.01.2021, 10:00 Uhr
IBP hilft Betroffenen als dritter Träger neben Caritas und Awo: Suchtberatung mit neuen Konzepten
Vertreter der drei Träger vor der neuen Suchtberatungsstelle von IBP in Coesfeld: v.l. Hagen Freund und Birgit Feldkamp (Caritas), Lioba Krüger-Rosenke (Awo) und Andrea Schmäing (IBP). Foto: Viola ter Horst

Interessierte Personen können sich den Anbieter nach wie vor aussuchen – sie müssen auch nicht unbedingt die Beratungsstelle aufsuchen, die sich in ihrem Wohnort befindet. „Kein Klient geht verloren, das ist uns wichtig“, betont Caritas-Fachbereichsleiter Hagen Freund im Gespräch mit unserer Zeitung. Schon im Vorfeld haben sich die drei Träger über die Gestaltung der neuen Strukturen ausgetauscht.

„Mit den Änderungen konzipieren wir auch unsere Beratungen neu“, sagt Caritas-Teamleiterin Birgit Feldkamp. Die drei Träger seien regelmäßig in Kontakt, um Projekte auf die Beine zu stellen. Sie verstehen sich als Suchthilfe insgesamt im Kreis Coesfeld, wie sie im Gespräch deutlich machen.

Die neue Struktur gilt seit Januar. Nicht betroffen bei den Caritas-Änderungen ist die Suchtprävention. Auch die Fachstelle Substitution bleibt in Dülmen bei der Awo.

Für die IBP, die sich seit 1990 um Suchtkranke, psychisch Kranke und Menschen in besonderen Lebenslagen kümmert, sei die neu hinzugekommene Suchtberatungsstelle „wie ein Puzzleteil, das in unserem Angebot noch fehlte“, sagt IBP-Geschäftsführerin Andrea Schmäing. Die Beratung sei in den ersten Tagen bereits gut angelaufen.

Gerade jetzt in der Coronazeit sehen sich die Fachleute gefordert. „Corona ist für uns alle eine Herausforderung“, betont Freund. Für psychisch labile Personen oder Menschen mit Drogenerfahrungen erst recht. Einige werden wieder rückfällig, bei anderen der Konsum stärker, insbesondere von Alkohol und Cannabis, so die Beobachtungen von Birgit Feldkamp. Aber auch Spielsucht, Gaming und Zocken am Computer sei in der Coronazeit zu einem besonderen Thema geworden.

Deswegen sei es wichtig, darauf zu reagieren und Hilfen anzubieten.

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