Kreis Coesfeld
„Nicht untätig gewesen“: Landrat weist Kritik zurück

KREIS COESFELD (vth). Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr weist in einem Schreiben die Kritik des DGB-Kreisverbands entschieden zurück, die dieser in einer Pressekonferenz am 13.5. in Münster äußerte. Dabei geht es vor allem um den Vorwurf, dass der Kreis im Fall des Corona-Ausbruchs in der Coesfelder Schlachterei Westfleisch zu spät reagiert habe. Weder die Verwaltungsspitze noch weitere Mitarbeiter des Kreises seien untätig geblieben, stellt Landrat Schulze Pellengahr in dem Schreiben an DGB-Kreisvorsitzenden Ortwin Bickhove-Swiderski aus Dülmen klar. Er skizziert darin noch einmal den gesamten Ablauf. Zu keinem Zeitpunkt habe es zudem eine Weisung von NRW-Minister Laumann gegeben, das Unternehmen vorübergehend zu schließen. Auch sei dies nicht auf Druck hin passiert, vielmehr habe der Kreis in Abstimmung mit den Behörden die Schließung angeordnet. Möglich sei dies gewesen, nachdem genügend Tatsachen vorlagen, um das Infektionsgeschehen mit einer vorübergehenden Schließung eindämmen zu können. Eine Rüge, wie sie der DGB-Kreisvorsitzende vom Kreistag gefordert hatte, gab es nicht. Sie wurde nicht einmal diskutiert. Schulze Pellengahr verweist darauf, dass die Politiker im Gegenteil die Arbeit der Verwaltung sogar durch die Bank lobten. Nicht richtig sei, so der Landrat, dass der DGB schon am 8. April während der Sitzung des Kreis-Krisenstabs die Zustände bei Westfleisch thematisiert habe. Diese seien von dem Teilnehmer, der zudem auf Einladung des Landrats dabei war, nicht einmal angesprochen worden. | Westfalen

Freitag, 22.05.2020, 18:48 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 19:02 Uhr
Kreis Coesfeld: „Nicht untätig gewesen“: Landrat weist Kritik zurück
Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Foto: Viola ter Horst
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