Erntehelfer dürfen einreisen
Diskussion um Hygieneregeln

Kreis Coesfeld. Saisonarbeiter dürfen unter bestimmten Voraussetzungen nun doch nach Deutschland einreisen, um bei Aussaat- und Erntearbeiten zu helfen. Als „pragmatisch und im Sinne der Verbraucher wie der Landwirte“ begrüßen dies die heimischen Parlamentarier Marc Henrichmann und Dietmar Panske. Kritik an den Regelungen seitens der Opposition weisen die CDU-Politiker deutlich zurück.

Samstag, 04.04.2020, 06:00 Uhr

„Bundesinnen- und -gesundheitsministerium haben schnell einen sehr guten Kompromiss gefunden. Damit schützen wir die Gesundheit und sichern die Versorgung mit hochwertigen, frischen und regionalen Lebensmitteln“, betonen die heimischen CDU-Abgeordneten aus Bundes- und Landtag.

Im April und Mai sollen jeweils 40 000 dringend benötigte Saisonarbeitskräfte unter anderem aus Polen und Rumänien per Flugzeug einreisen. Unverständlich finden Henrichmann und Panske die Kritik an den Maßnahmen: So würden die Arbeiter nach strikten Hygienestandards ausgewählt und bei der Einreise durch medizinisches Personal überprüft.

André Stinka aus Dülmen, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW, begrüßt die Entscheidung. „Die Landwirte in NRW benötigen die Fachkenntnisse und Erfahrung der ausländischen Helfer.“ Mit der von der SPD beantragten Aktuelle Stunde am 1. April zu diesem Thema habe die SPD deutlich gezeigt, dass die Bundes- und Landesregierung sich für eine Aufhebung der Einreisebeschränkungen einsetzen müssen. Stinka hatte hierzu eine Rede gehalten. Es müsse nun der Risikoschutz für die Erntehelfer gesichert sein, meint Stinka. „Wir unterstützten dabei die Industriegewerkschaft BAU, die einen detaillierten Plan erstellt hat.“

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