Bürgermeister trafen sich in Coesfeld
Coronavirus: Noch kein Krisenstab

Kreis Coesfeld (vth). Zwar gibt es bislang noch keinen bestätigten Coronavirus-Fall im Kreis Coesfeld, aber die Bürgermeister im Kreis Coesfeld wollen so gut vorbereitet sein wie möglich. Das Thema zählte zu den Hauptpunkten, die sie in ihrer Konferenz Montag in Coesfeld besprachen. „Es kommt näher auf uns zu“, so Bürgermeistersprecher Richard Borgmann (Bürgermeister in Lüdinghausen). Aufs Händeschütteln verzichten, auf die Hygiene achten, Hände oft waschen: Das waren Tipps, die Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Gesundheitsamts, den Bürgermeistern noch einmal ans Herz legte. Zum Weitersagen vor Ort.

Montag, 02.03.2020, 20:52 Uhr

In vielen Gottesdiensten verzichteten die Pastoren bereits am Sonntag darauf, dass sich die Gläubigen die Hände schütteln, das Weihwasser benutzen oder beim Abendmahl aus einem Becher trinken.

„Aktuell sehen wir noch keinen Anlass, beim Kreis einen Krisenstab hochzufahren“, sagte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. Eine interne Koordinierungsgruppe sei aber eingerichtet. Für „wilde Panik“ gebe es keinen Grund. „Wir sind vorsichtig und gewappnet.“ Mit den Krankenhäusern im Kreis Coesfeld bestehe eine gute Versorgung.

Das Kreisgesundheitsamt weist darauf hin, dass es sein Infotelefon weiterhin geschaltet hat. Für den Fall, dass Urlauber aus den Risikogebieten zurückkehren oder Kontakt mit einer am Coronavirus erkrankten Person hatten und erste Symptome zeigen.

Sie können sich bei Fragen an das Infotelefon des Kreisgesundheitsamtes montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr wenden, unter der Nummer 02541 / 18-5380. Wer von diesen Personen innerhalb von 14 Tagen Krankheitszeichen wie Fieber oder Atemwegsprobleme entwickelt, sollte seinen Hausarzt telefonisch kontaktieren. „Ganz wichtig ist“, so das Gesundheitsamt: „Nicht direkt zur Praxis gehen, sondern vorher anrufen und dabei Hinweise auf Kontakte und Krankheitszeichen geben, damit die weitere Vorgehensweise festgelegt werden kann. Der Arzt sagt dann, wie es weitergeht.

„Die Nutzung von Einweg-Taschentüchern beim Husten, Niesen und Naseputzen und das Meiden von großen Menschenmengen helfen, sich vor einer Ansteckung zu schützen“, rät Völker-Feldmann.

0 Informationen beim Robert-Koch-Institut, www.rki.de

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