Grüne stellen Anträge zu Sonnenenergie
Zoff wegen Klimaprojekten

Kreis Coesfeld (vth). Weitere Projekte und ein stärkeres Einbeziehen von Bürgern bei Klimaprojekten, ein Ideenwettbewerb – konkret in Sachen Sonnenenergie: Das forderten die Grünen im Umweltausschuss in zwei Anträgen. Ein Anliegen, mit dem zwar grundsätzlich die restlichen Mitglieder des Ausschusses keine Probleme hatten, dennoch stieß das Vorpreschen der Grünen sauer auf. Die Anträge wurden abgelehnt.

Freitag, 28.02.2020, 10:04 Uhr

„Sie suggerieren andauernd, dass wir nicht viel täten“, kritisierte Werner Schulze Esking (Billerbeck) von der CDU. Das Gegenteil sei aber der Fall. Es existiere ein umfangreiches Klimaschutzkonzept und zahlreiche Projekte seien angestoßen. In diesem Sinne formulierte die CDU einen eigenen Antrag, dem mit großer Mehrheit zugestimmt wurde. Danach soll in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit Netzversorgern und Handwerksbetrieben noch einmal ein besonderer Schwerpunkt auf Photovoltaik gelegt werden.

Schulze Esking warf den Grünen vor, dass sie sich nur selber öffentlichkeitswirksam präsentieren wollten. Warum sie nicht die existierenden Gremien nutzten, um Projektvorschläge einzubringen. Das wollte Dr. Wilhelm Kraneburg (Senden) von den Grünen so nicht stehen lassen. „Wir müssen viel mehr den Bürger mitnehmen“, sagte er. Es fehlten Anstöße für ein „riesiges Potenzial“, das die Photovoltaik-Technik biete.

Ausschussvorsitzender Dr. Thomas Wenning (CDU) verwies darauf, dass ein Klimapakt existiere, dem Politiker, Privatpersonen und Instiutuionen angehören. Dies wäre das geeignete Gremium, das sich mit Photovoltaik-Projekten und einem Wettbewerb beschäftigen könnte. Es sei unsinnig, eine weitere Arbeitsgruppe zu beschäftigen.

„Die tagen aber nur einmal im Jahr“, entgegnete Kraneburg. Die Diskussionen und Projektvorschläge sollten stärker in den politischen Gremien laufen – und nicht in Gruppierungen, die nicht öffentlich tagten und deren Aktivitäten somit nicht so wahrgenommen würden. „Wir als Politik sind gefordert.“ Auch seine Kollegin Dr. Anne-Monika Spallek (Billerbeck) verstand nicht, warum sich die CDU gegen einen Wettbewerb sträubt. „Das wird ja nicht so teuer sein und kann man zusätzlich machen.“ Christian Wohlgemuth (Dülmen) von der FDP hinterfragte den Sinn von Vorschlägen der Grünen – wie der, eine Internetseite mit einer Klimaschutzuhr einzurichten. „Es ist viel wichtiger, an nachhaltigen Projekten dran zu bleiben.“ So die Überlegung, mit den vorhandenen Anlagen der Grünabfall-Deponie Wasserstoff einzuspeisen.

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