Kreis Coesfeld
Über das Leben im Barackenlager

Kreis Coesfeld. Das Heimathaus Coesfeld-Lette zeigt ab Sonntag (25. August) die neue Dauerausstellung „Spuren der Vertreibung - Das Barackenlager Lette“ des Vereins Denkmal Barackenlager.

Freitag, 23.08.2019, 08:00 Uhr
Kreis Coesfeld: Über das Leben im Barackenlager
Das Barackenlager existiert in großen Teilen noch. Foto: Archiv

1933 von den Nazis als Schulungseinrichtung der SA gebaut, dienten die Baracken an der Bruchstraße in Lette ab 1946 als Durchgangslager des Kreises Coesfeld für ostdeutsche Heimatvertriebene und ab 1960 unter dem Namen „Heidehof“ als Altenpflegeheim für Ostvertriebene. In den Kreis Coesfeld gelangten bis 1951 insgesamt rund 11 000 Vertriebene aus Schlesien, Pommern, Ost- und Westpreußen sowie aus Siedlungsgebieten von Deutschen in anderen Regionen Ost- und Ostmitteleuropas.

Die Ausstellung zeige die historischen Zusammenhänge mit den Lebensgeschichten von Vertriebenen, so dass die Auswirkung der Politik auf das einzelne Schicksal deutlich werde, so die Organisatoren. Gezeigt werden unter anderem Objekte aus dem Gepäck der Vertriebenen: Persönliche Stücke der Alltagsbewältigung oder solche von hohem ideellem Wert, wie Gebetbücher und andere Dinge des religiösen Brauchtums. Aber auch Unterlagen vom Leben im Lager, Dokumente des Ankommens und der Integration in Lette.

Zur Ausstellungseröffnung am heutigen Freitag (23. August, 14.30 Uhr) spricht unter anderem Wolfgang Weber, Leiter der Abteilung Schule, Sport und Kultur der Bezirksregierung Münster.

0 Bahnhofsallee 10, Di 9 bis 12.30 Uhr, Do 14.30 bis 18 Uhr sowie jeden ersten So im Monat 15 bis17 Uhr.

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