Kreis Coesfeld
Projekte für einen attraktiven Standort

Kreis Coesfeld. Im elften Jahr in Folge die niedrigste Arbeitslosenquote in NRW, erneut ein Höchststand an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten: Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr brachte zum Jahresgespräch der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH gute Nachrichten mit – bei Höchsttemperaturen von über 30 Grad. „Die Herausforderungen für die Zukunft werden aber nicht kleiner, wenn der Fachkräftemangel nicht zum Problem werden soll“, so Schulze Pellengahr, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats ist.

Dienstag, 25.06.2019, 10:20 Uhr
Kreis Coesfeld: Projekte für einen attraktiven Standort
wfc-Geschäftsführer Dr. Jürgen Grüner (5.v.r) und die Mitarbeiter der wfc Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld GmbH blickten gemeinsam mit Landrat Dr. Christian Schulze-Pellengahr (4.v.l.) auf ihre Aktivitäten und die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises Coesfeld in 2018 zurück. Foto: Viola ter Horst

Die „vielfältige Wirtschaft“ im Kreis Coesfeld, die wie ein Tausendfüßler mit zahlreichen Betrieben und Branchen agiert, sei ein maßgebliche Grund für die Erfolgsgeschichte, an der die wfc mit gezielten Projekten weiter mitwirken möchte.

Geschäftsführer Dr. Jürgen Grüner blickte mit Stolz auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr für die wfc zurück. Projekte für die Gewinnung von Fachkräften sollen als ein Schwerpunkt auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Neben Netzwerkarbeit und Initiativen wie das Karrierenetzwerk „Stay Local“ und „einfach machen“ beschäftigt sich die wfc mit Großprojekten wie einer Digitalisierungsstrategie und dem Ausbau des schnellen Internets.

0 Digitalisierungsstrategie: Startschuss ist gefallen, die wfc arbeitet mit mehreren Partnern an digitalen Angeboten für Bürger. „Dabei spielt auch der Bereich Mobilität eine Rolle“, so Grüner. Für einen Auszubildenden sei es entscheidend, den Arbeitsplatz gut erreichen zu können. „Ein Standortfaktor“, so Grüner. Deswegen sollen Ideen entwickelt werden, wie ein Betrieb erreicht werden kann, wenn Zug und Bus nicht in der Nähe halten.

0 Digitale Infrastruktur: „Fünf von zehn Gebäude sind bis 2018 mit Glasfaser versorgt oder haben Glasfaser vor der Tür“, führte Breitbandkoordinator Jochen Wilms aus. Ein weiterer Ausbau stehe unmittelbar bevor. Der Kreis sieht sich als Vorreiter, landesweit sind die Zahlen viel niedriger – gerade elf Prozent, „wir sind durch das Engagement mehrerer Beteiligter sehr weit“, bilanzierte Wilms. Dazu gehörten auch die Buddelvereine und Landwirte im Außenbereich sowie die Stadtwerke und Unternehmen vor Ort.

0 Gründungen: 177 Gründungsberatungen in 2018, 17 mehr als im Vorjahr.

0 Unternehmensnachfolge: Rund 400 Unternehmen suchen nach Angaben von Thomas Brühmann einen Nachfolger. Die wfc hat die Beratungen stark ausgebaut und setzt 2019 dort ebenfalls einen Schwerpunkt.

0 Personalgewinnung: Karrierenetzwerk „Stay Local“ soll weiter ausgebaut werden und zeigen, welche Möglichkeiten es in der Region gibt. Die Initiative #einfach machen stellte nachahmenswerte Beispiele für Personalarbeit im digitalen Wandel in den Fokus.

0 Technologien und Innovation: 114 Beratungen und Veranstaltungen, Treffen mit Hochschulpartnern, Vernetzung von digitalen Startups und Unternehmen. „Betriebe wissen oft nicht, dass an der Fachhochschule gerade zu dem Thema jemand forscht, für das sie eine innovative Idee umsetzen möchten“, beschrieb Innovationsberater Christian Holterhues. So sei ein Nottulner Unternehmen dabei, eine Ummantelung für Bäume zu entwickeln, die Wasser speichern kann. Mit im Boot ein wissenschaftlicher Part, den die FH beisteuere. Erfolgreich abgeschlossen hat die wfc das Förderprojekt Innovationsforum Push.3D-Druck.

0 Netzwerke: Die Bekanntheit von Unternehmen steigern, ist ein Ziel. Der Austausch ein anderes, etwa beim Unternehmerinnen-Netzwerk.

0 Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Leitfaden neu herausgebracht, „betrieblicher Pflegekoffer“ in fünfter Auflage erhältlich.

0 Bildungschecks: Unternehmen haben zunehmend Interesse an Weiterbildung für die Beschäftigten – die wfc bot dazu 142 Beratungen in 2018 (plus 32) und holte dafür 135 500 Euro Fördermittel (plus 38 000) ein.

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