Kreis Coesfeld
Hände desinfizieren mit Smiley

Kreis Coesfeld. Händedesinfektionsmittelspender – wie sich das Wort schon anhört. Und angesprochen fühlt man sich im Krankenhaus auch nicht gerade von den Desinfektionsgeräten, die immer so aussehen als seien sie ohnehin nur für die Ärzte da. „Das möchten wir ändern“, sagt Dr. Jan Deitmer, Geschäftsführer der Christophorus-Kliniken. Am Standort Coesfeld wurden jetzt in den Eingangsbereichen und auf weiteren Stationen elf neue Spender in witzigem Design installiert, die mehr Lust aufs Hände desinfizieren machen sollen. Die auffälligen Spender mit Smiley sollen Besuchern und Patienten Hemmungen nehmen und dazu motivieren, „im Vorbeigehen“ die Hände zu desinfizieren. Man hält sie einfach in die Öffnung des lächelnden Gesichts und – ganz ohne Knopfdruck – schon sprüht das Gerät Desinfektionsmittel in die Hände. Dann ordentlich einreiben und fertig. „Die Spender sind ein Baustein in unserem Bemühen, Hygiene zu stärken“, sagt Prof. Lutz von Müller, Chefarzt des Instituts für Labormedizin, Mikrobiologie und Hygiene, im Pressegespräch. Allein durch eine gute Händehygiene lasse sich vermeiden, dass Keime weitergetragen werden. „Für uns gibt es kein besseres Mittel, um Übertragungen zu verhindern“, betont Deitmer.

Montag, 18.02.2019, 19:52 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 08:44 Uhr
Kreis Coesfeld: Hände desinfizieren mit Smiley
Keine Hemmungen: Besucher und Patienten dürfen den neuen Spender gerne benutzen, betonen v.l. Michaela Kamphausen von der Hygieneabteilung, Heinrich-Georg Krumme (Sparkasse Westmünsterland), Dr. Friedrich Krings, Prof. Lutz von Müller, Geschäftsführer Dr. Jan Deitmer, Werner Jostmeier (Förderverein), Hans-Josef Schaper (Sparkasse Westmünsterland). Fotos: Viola ter Horst Foto: az

30 Sekunden das Desinfektionsmittel in den Händen und zwischen den Fingern verreiben reichen schon – „die meisten Keime werden damit abgetötet“, erläutert von Müller. Händehygiene schütze sowohl Patienten als auch Besucher, Ärzte und Pflegepersonal, sagt Dr. Friedrich Krings, Ärztlicher Direktor der Christophorus Kliniken. „Wir Ärzte benutzen Desinfektionsmittel andauernd und selbstverständlich“, erläutert von Müller. Anders die Krankenhausbesucher, die oft kein Bewusstsein dafür haben, wie wirksam das simple Mittel ist.

Die Sparkasse Westmünsterland spendete vor einigen Monaten 10 000 Euro an den Förderverein der Christophorus-Kliniken, um die Händehygiene zu fördern. Verschiedene Prototypen wurden ausprobiert, „wir freuen uns, dass mit der Hilfe der Sparkasse Westmünsterland und des Förderverein das Projekt nun umgesetzt werden konnte“, so Deitmer. Das lustige Modell wurde zunächst in der Kinderabteilung getestet, wo es gut ankam. „In den Räumen der Christophorus-Kliniken treffen viele Personen aufeinander und somit kommen die Geräte vielen Menschen zugute“, sagt Heinrich-Georg Krumme, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Westmünsterland.

Ob an weiteren Standorten die witzige Smiley-Spender aufgestellt werden? „Vorerst haben wir das nicht vorgesehen“, sagt Fördervereinsvorsitzender Werner Jostmeier. „Es sei denn, es kämen Spenden dafür zusammen.“

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