Kreis Coesfeld
Geld in Tütensuppe wiedergefunden

Lüdinghausen. „Lassen Sie sich verzaubern – auf drei, zwei, eins“ und da hatte der Saal schon wieder kollektiv geblinzelt, meinte zumindest der Schweizer Zauberer Tino Plaz. Daniela und Angelika konnten es nicht fassen. Die beiden Frauen hatten für diesen Dienstagabend Karten in der ersten Reihe des Veranstaltungssaals der Burg Vischering gekauft – in einer Zaubergala quasi gleichbedeutend mit der Ansage „Ich will aktiv an diesem Abend mitwirken“ – und durften entsprechend nahe ran.

Donnerstag, 31.01.2019, 09:55 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 09:58 Uhr
Kreis Coesfeld: Geld in Tütensuppe wiedergefunden
Was kommt unterm Tuch hervor, was passiert gleich mit dem Glas? „Magic“ bei der großen Zaubergala. Fotos: Iris Middendorf Foto: az

In diesem Fall an die Handgelenke von Tino Plaz, die sie festhielten während er einen verblüffenden Kartentrick zeigte. Immer wieder geriet das Publikum so sehr ins Staunen, dass es fast das Applaudieren vergaß. Uwe Schenk und Michael Sondermeyer von der Stiftung Zauberkunst hatten nun bereits zum dritten Mal im Rahmen ihres jährlichen Zauberertreffens im Zentrum für Zauberkunst in Nottuln-Appelhülsen Kollegen gebeten, an der Zaubergala auf Burg Vischering mitzuwirken.

Lorenz Schär und Jan Logemann führen dabei wie immer eloquent und ausgesprochen charmant durch den Abend – kaum zu glauben, dass der Ablauf kaum geprobt und die Moderation vor allem dem „Stehgreif“ entspringt. Die Magie des Ungeplanten? Vielleicht – allerdings stehen an diesem Abend Vollprofis der internationalen Zauberkunst auf der Bühne und die wissen sehr genau, wie man ein Publikum unterhält. Rafael aus Belgien beispielsweise verzauberte das Publikum nicht nur mit seinen Tricks und dem „Knöt“, sondern auch mit seinem wunderbaren Akzent, Patrick Folkerts im Outfit der zwanziger Jahre inklusive passendem Mikrofon und mit einem verblüffenden Kartentrick, an dem alle 199 Zuschauer teilnehmen können, oder Manuel Muerte, der „König von St. Pauli“ mit seinem dressierten Frettchen und vielen scharfen Rasierklingen, die in seinem Mund verschwinden sowie Susanne aus dem Publikum, die die von ihr zuvor unterschriebene Spielkarte in einem Eiswürfel ihres Cocktails wiederfand.

Mark, ebenfalls aus dem Publikum, fand dafür dank Tino Plaz seinen unterschriebenen 10-Euro-Schein in einer von fünf Schweizer-Flädli-Tütensuppentüten wieder. Ganz hohe Kunst im restlos ausverkauften Saal. Ein zutiefst zauberhafter Abend – mit der Garantie, dass die Zauberer auch 2020 der Einladung des Kreises Coesfeld wieder Folge leisten und an der Vischering Station einlegen. Ein Versprechen ohne Netz und doppelten Boden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6359639?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F819241%2F1324401%2F
Nachrichten-Ticker