Ermittlungen gegen 65-jährigen Wadersloher
Gewehre und Munition lagen offen herum

Wadersloh -

Mehrere ungesicherte Gewehre samt Munition, dazu verbotene Lebendfallen mit Vögel als Köder – ein 65-Jähriger hat Ärger.

Dienstag, 04.05.2021, 15:57 Uhr aktualisiert: 04.05.2021, 16:02 Uhr
Symbolfoto
Symbolfoto Foto: dpa

Die Polizei fand Ende April bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung in Wadersloh Langwaffen und Lebendfallen. Bei der Durchsuchung waren die Untere Naturschutzbehörde sowie die Untere Jagdbehörde des Kreises Warendorf eingebunden.

Ein 65-Jähriger stand im Verdacht, seine Jagdwaffen nicht ordnungsgemäß aufzubewahren und außerdem Lebendfallen einzusetzen. In seinem Wohnhaus sowie in seinem Nebenwohnsitz entdeckten die Beteiligten mehrere ungesichert gelagerte Langwaffen sowie ungesicherte Munition.

Mehrere Ködervögel in einer Falle

Des Weiteren stellten die eingesetzten Kräfte auf den Grundstücken sogenannte Lebendfallen fest, die mit Lockvögeln bestückt waren. Einem dieser Tiere waren die Federn deutlich gestutzt. In einem sogenannten Krähenfang als eine der Lebendfallen wurden mehrere Vögel gefangen gehalten.

Der Krähenfang und die Lebendfallen wurden vor Ort unbrauchbar gemacht und die Vögel freigelassen. Aufgefundene vorbereitete Köder könnten vergiftet sein, so dass ein toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben wurde. Dessen Ergebnis dauert einige Zeit. Die offen liegenden Schusswaffen und die Munition wurden sichergestellt.

Jetzt wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt, womöglich droht der Entzug der Waffenbesitzkarte.

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