Details des Ausbaus noch offen
„Schnellstraße“ für Radler entlang des Dortmund-Ems-Kanals geplant

Senden -

Ein asphaltierter Radweg am Kanal entlang: Dieses Projekt, das in Münster bereits in der Realisierung steckt, soll von Amelsbüren nach Senden fortgeführt werden.

Dienstag, 20.04.2021, 05:44 Uhr aktualisiert: 20.04.2021, 05:50 Uhr
Im Bereich von Hiltrup sind die Bauarbeiten für Radler am Kanalseitenweg schon fortgeschritten.
Im Bereich von Hiltrup sind die Bauarbeiten für Radler am Kanalseitenweg schon fortgeschritten. Foto: mlü

Der Kanal ist eine Wasserstraße. Aber an seinem Ufer könnte auch eine „Schnellstraße“ für Radler entstehen. Jedenfalls soll die Verbindung zwischen Greven im Norden und Senden im Süden eine Hauptachse im Radverkehrskonzept für die Stadtregion Münster bilden. Das Oberzentrum steckt viel Geld und Planungskapazitäten in den Ausbau des Kanalseitenweges. Dass der nicht auf münsterischem Territorium endet, gilt bereits als ausgemachte Sache.

„Die Absicht ist bekannt“, bestätigt Klaus Stephan, Sendens Beigeordneter und Leiter des Bau- und Planungsressorts, dass der Kanalseitenweg auch ab Amelsbüren in südliche Richtung aufgewertet werden soll ( die WN berichteten). Nur die Details seien noch nicht festgezurrt, so Stephan auf Anfrage der Lokalredaktion weiter.

Kanalseitenweg soll asphaltiert werden

Um diese zu klären, hätten mehrere Kommunen im weiteren Kanal-Verlauf ein Ingenieurbüro eingeschaltet. „Ziel ist eine Planung aus einem Guss“, betont der Bauressortleiter in Senden.

Zu den Standards beim Kanalseitenweg 2.0 gehört ein asphaltierter Belag. Dessen Breite, so Stephan, „orientiert sich am Bestand“. Wenn der Rad-Schnellweg üppiger ausfallen soll als der Leinpfad, schlägt das finanziell bei der Gemeinde zu Buche.

Hohe Förderung vom Bund

Überhaupt zählt die Fortführung des Kanalseitenweges nicht zu den kleineren Projekten, die die Bauverwaltung der Stevergemeinde vor der Brust hat: 1,6 Millionen Euro sind dafür in der kommunalen Finanzplanung veranschlagt. Ein „sehr großer Posten“, wie der Beigeordnete einräumt. Allerdings relativiere sich diese Summe wieder angesichts eines hohen Fördersatzes, den der Bund in Aussicht gestellt habe. Überschlägig würde dieser 1,4 Millionen Euro übernehmen.

Ausbau könnte 2022 beginnen

Das gelte aber nur für das Standardprogramm. Sollten zum schnellen Belag noch Extras in der Ausstattung hinzukommen – etwa Beleuchtung oder Ladesäulen für E-Bikes – , müsste dies von der Gemeinde gestemmt werden.

Dass die Verlängerung über Münster hinaus kein Luxus ist, steht für Stephan außer Frage: Nicht nur Freizeitradler, sondern auch Pendler nutzten den Weg am Kanal, dessen Ausbau ab 2022 erfolgen könnte.

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