Resolution gegen den Ausbau der B 51
Verantwortung für eine lebenswerte Umwelt

Ostbevern -

Vertreter der Bürgerinitiative B 51 Telgte trafen sich jetzt mit Bürgermeister Karl Piochowiak. Ostbevern sei auf einen konsequenten Ausbau der Infrastruktur angewiesen, auch des öffentlichen Personennahverkehrs angewiesen, erläuterte der Bürgermeister in dem Gespräch.

Donnerstag, 08.04.2021, 19:30 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 10:38 Uhr
Sind klar gegen den Ausbau der B 51: Karl Piochowiak, Maria Odenthal-Schnittler sowie Rainer Woltering (v.l.)
Sind klar gegen den Ausbau der B 51: Karl Piochowiak, Maria Odenthal-Schnittler sowie Rainer Woltering (v.l.) Foto: privat

Der Rat der Gemeinde Ostbevern hat sich jüngst in einer Resolution gegen den geplanten Ausbau der B 51 zwischen Münster und Telgte ausgesprochen. Die Entscheidung dazu fiel über die Parteigrenzen hinweg. Nun trafen sich Bürgermeister Karl Piochowiak sowie zwei Vertreter der Bürgerinitiative B 51 Telgte – die erste Vorsitzende Maria Odenthal-Schnittler sowie Rainer Woltering – zum Gespräch.

„Es ist ein Geschenk, Vorsitzende der BI B 51 Telgte zu sein und ein derartig interessantes und bereicherndes Gespräch führen zu dürfen,“ wird Maria Odenthal-Schnittler in einer Pressenotiz zitiert. Nach Ansicht der Bürgerinitiative „tritt ein Phänomen glücklicherweise immer öfter auf: Menschen mit Verantwortungsbewusstsein für ihr Zuhause und damit für eine lebenswerte Umwelt sprechen sich gegen Projekte aus, die genau diesen entgegenstehen“.

Für eine lebenswerte Umwelt aussprechen

Bürgermeister Piochowiak habe die gesamte Problematik des geplanten Ausbaus auf Ostbevern heruntergebrochen. Ostbevern sei eine beliebte Wohngemeinde, erschließe und besiedele gerade große Flächen für Wohnbebauung. „Ostbevern und gerade die hier wohnenden Familien mit Kindern sind gleichzeitig auf einen konsequenten Ausbau der Infrastruktur auch des öffentlichen Personennahverkehrs angewiesen“, so der Bürgermeister. Zudem habe sich die Gemeinde klaren Klimazielen verschrieben und sich gerade eine Anpassung ihres Klimaschutzkonzeptes auf die Fahnen geschrieben. „Wird nun die B 51 zwischen Münster und Telgte ausgebaut, muss davon ausgegangen werden, dass Konzepte eines konsequenten Ausbaus des ÖPNV im ländlichen Bereich eher nachrangig betrachtet oder vorhandene Bahnstrecken nichtausgebaut und ihrer Bedeutung zurückgedrängt werden“, so Piochowiak.

Mehr Autos in den Wohngebieten und im Ort setzen die Dorfentwicklungsplaner unter Druck.

Ein nicht attraktiver ÖPNV, das zeige die Erfahrung, werde dazu führen, dass die Menschen die vermeintlich schnellere und bequeme Straße nach Münster mit dem Auto vorzögen. Anreize mit Bus und/oder Bahn oder auch dem Rad zu fahren, seien nicht zu erkennen. Mehr Autos in den Wohngebieten und im Ort setzen wiederum die Dorfentwicklungsplaner unter Druck. „Das erkennen wir schon heute. Gleichzeitig erkennen wir, dass der zunehmende Individualverkehr auch an anderen Stellen Probleme verursacht, zum Beispiel, wenn es um Verkehrsberuhigungskonzepte oder Tempo 30 Zonen geht – ein Teufelskreis.“

Das Treffen habe noch einmal die überregionale Komplexität deutlich gemacht. „Nicht nur die Orte oder Anwohnenden direkt an der Strecke sind Betroffene,“ betonte Maria Odenthal-Schnittler. „Schon die bisherigen Planungen von Straßen.NRW haben uns gezeigt, wie ausufernd dieses Projekt unsere gesamte Region beeinträchtigen wird“, unterstrich sie. Dieser Komplexität habe der Rat der Gemeinde Ostbevern Rechnung getragen.

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