Ergebnisse im Marienhospital
Britische Corona-Mutation in einem Fall

Steinfurt -

Der Verdacht, dass sich drei Personen im UKM Marienhospital Steinfurt mit einer Mutation des Corona-Virus infiziert haben, hat sich in einem Fall bestätigt. Es handelt sich nach Angaben des Steinfurter Krankenhauses dabei um die britische Variante des Covid-19-Erregers.

Montag, 01.02.2021, 17:44 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 18:32 Uhr
Ergebnisse im Marienhospital: Britische Corona-Mutation in einem Fall
Proben werden auf die Mutation des Corona-Virus untersucht (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa/AP | Daniel Cole

Der Verdacht, dass sich drei Personen im UKM Marienhospital Steinfurt mit einer Mutation des Corona-Virus infiziert haben, hat sich in einem Fall bestätigt. Es handelt sich nach Angaben des Steinfurter Krankenhauses dabei um die britische Variante des Covid-19-Erregers. Die Untersuchung, eine sogenannte Gensequenzierung, war vor einer Woche vorgenommen worden. Im Gegensatz zu einem normalen PCR-Test muss auf die Analyse einige Tage gewartet werden.

Patienten erholen sich

In einem weiteren Verdachtsfall konnte der Test nicht erfolgreich abgeschlossen werden, berichtet das Krankenhaus mit. Die Viruslast sei zu gering gewesen. Beide Patienten hätten sich mittlerweile soweit erholt, dass sie nach Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt nach Hause entlassen werden konnten. Dort müssen sie allerdings noch in Isolation bleiben.

Bei der dritten betroffenen Person konnte eine Infizierung mit der als hochansteckend geltenden Mutation ebenfalls nicht nachgewiesen werden. Auch bei diesem Abstrich sei die Viruslast viel zu gering gewesen. Aufgrund ihrer schweren Vorerkrankungen sei diese Person mittlerweile verstorben, teilt das Krankenhaus mit.

Die Menge war erfreulicherweise größer, als die, die wir vor zwei Wochen bekommen sollten

Geschäftsführer Dirk Schmedding über die Impfstoff-Lieferung

Darüber hinaus sind sowohl am Freitag als auch am Montag weitere PCR-Tests durchgeführt worden. Sieben Mitarbeitende und vier Patienten waren positiv. Derzeit werde noch überprüft, ob es einen Zusammenhang mit den Infektionen in den Stationen gibt, in denen sich die Fälle zuvor gehäuft hätten. In keinem Fall habe es im Vorscreening einen Hinweis auf eine Mutation gegeben. Für den heutigen Dienstag sind weitere Test angekündigt.

Erster Impftermin abgesagt

Unterdessen wird seit Montag das Personal im Marienhospital geimpft, das unmittelbar mit Covid-19-Patienten in Kontakt steht. Aufgrund von Lieferengpässen musste der erste Impftermin abgesagt werden. Die Lieferung des Biontech-Impfstoffs sei nun am Freitagabend angekündigt und daraufhin am Samstag alle Vorbereitungen für die Impfung getroffen worden. „Die Menge war erfreulicherweise größer, als die, die wir vor zwei Wochen bekommen sollten“, erklärte Geschäftsführer Dirk Schmedding.

„Insofern mussten wir kurzfristig nicht nur Termine vergeben. Wir haben am Montag auch noch Aufklärungsgespräche für weitere Mitarbeitende organisiert, die Voraussetzung für eine Impfung sind, um dann impfen zu können.“ „Alle ziehen mit“, wird Schmedding, der als Chirurg am Montag seine Kollegen bei den Impfgaben unterstützt hat, in der Pressemitteilung zitiert.

Das war die beste Nachricht der letzten Wochen.

Lena Hövel, Mitarbeiterin auf der Intensivstation

„Wir auf der Intensivstation sind total froh, dass wir jetzt geimpft werden“, gab s die Stimmung im Haus wieder. „Das war die beste Nachricht der letzten Wochen.“ Auch Sonja Wittler vom Blutentnahmedienst, ließ sich am Montag impfen. Sie sei zunächst skeptisch gewesen: „Ich habe mir aber viele Informationen angesehen, die Argumente abgewogen und mich dann dafür entschieden“, habe Lena Hövels wie ihre Kollegen erleichtert auf „die beste Nachricht der letzten Wochen“ reagiert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7795198?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Die aktuellen Nachrichten zur Corona-Entwicklung im Münsterland
Liveticker: Die aktuellen Nachrichten zur Corona-Entwicklung im Münsterland
Nachrichten-Ticker